Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Viele der edlen Wekzeuge und Hilfmittel, mit denen wir bei unserem Hobby hantieren, müssen nicht unbedingt von der Stange aus dem Ladenregal sein.
Watstock, Schnurkorb, Kescher und Co. können auch aus eigener Produktion sein, die gemeinsam mit Freunden oder allein eisige Winterabende füllen kann.

Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon orkdaling » 26.07.2019, 08:56

Moin,
Ja sicher liegt etwas vom Front Taper auf dem Wasser auch das Vorfach natuerlich.
Der Spey, also die alte Technik die heute als Long belly bezeichnet wird erfordert aber keinen Anker. Hier am Ende besser zu sehen https://youtu.be/NWKP2sYvvnw Bei Scandi aber zwingend erforderlich.
Die LB Schnuere haben das Gewicht zum Laden der Rute am Kopf bzw Keulenende, siehe Profile, zb 30ft sau duennes Front Taper aber 20 ft Belly und sehr kurzes Rear Taper.
Ich werfe inzwischen die leichte #7 mit diesen Schnueren wie Tip & Go, also nach dem Austreiben sofort wieder rueber auf die andere Seite. Warum? Einstrippen dauert længer, da nun wenig Wasser bringt es auch nichts, nur wenn auf meiner Einstrippseite eine Rinne wære wo sich Fische aufhalten kønnen, zb wenn unter mir eine Aussenkurve ist. Welche Fische bleiben beim strippen denn hængen? In der Regel Mefos und kleinere Lachse.
Grøssere Fische steigen nun in der Hauptstrømung oder bei gleichmæssigen Profil mitten im Fluss (Schutzinstinkt) und da muss die Fliege zutreiben.
Natuerlich stehen auch welche an fuer sie guenstigen Plætzen (hat nichts mit den Standfischen in Pools zu tun wie zum Anfang der Saison)
ZB unter einen Baum oder vor einem grossen Stein oder auch nur im Staudruck vor einer Rieselstrecke. Wenn du da drueber strippst, selbst wenn bei klarem Wasser die schønen farbigen Bellys 5 m vorbei treiben, hast du die Fische vergræmt. Oft durch Buckeln zu sehen, stellen sich aber wieder ein und der nachfolgende Fischer freut sich weil er weiss wo der Bursche steht, hahaha.
Ob nun quer rueber zum Hinderniss, an die Schwelle mit Staudruck oder stromab in einer Rinne, die lange Leine mit dem langem Vorfach sind mein "Sicherheitsabstand" bei der Sommerfischerei.
Aufsteiger die eben mit der Flut rein sind, leicht getruebtes Wasser nach Regen erfordern dagegen nicht solche Schnuere, da machts ein normaler Scandi in der erforderlichen Sinkrate.

So nun reichts, ich hoffe Frank schreibt was dazu. Er hat uebrigens auch mit kurzem Skagit und Scandi gefischt und festgestellt das er erheblich mehr strippen muss.

Gruss Hendrik
Nachtrag
Hat sich ueberschnitten, hatte ich uebrigens vorgeschlagen und deine Pamelageschichte nicht zu støren
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon SIMPLE SHRIMP » 26.07.2019, 09:09

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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon fly fish one » 10.09.2019, 16:16

Bild
[Bild 7: Pamela, lackiert, beim Sonnenbaden]

Wir waren stehen geblieben, dass ich 2017 das erste Mal mit der Familie an der Orkla aufschlug, nachdem auf diesem Trip zunächst die Gaula besucht wurde.

Wir fuhren die Orkla.

Hendrik erscheint mit Rutenträgern auf dem Dach und zeigt mir seine Zone. Ich stehe mit Winston vor ihm im Wasser und fische alles floating. Man muss dazu erklären, 2017 im August war es schon brüllend warm, sonnig, aber der Wasserstand noch nicht ganz niedrig. Insgesamt von den äußeren Einflüssen also auch schon nicht so dolle!

Ich habe von nüschts eine Ahnung, aber mein Werfen klappt gar nicht so übel (wie mir Hendrik bestätigt, aber vielleicht will er mich auch nur schonen. Ich bin jedenfalls stolz wie eine Hupe!). Ja bis ich auf die Idee komme an den Rio Scandi Versi Tip einen leicht sinkenden Tip zu montieren!
Winston ist sofort am Anschlag, macht dicke Backen, kriegt einen roten Kopf und schlackert hin und her. Die Fliege fällt mir auf die Füße statt 30 Meter weiter vor dem Lachsmaul zu landen!

Ich bin am Ende. Hendrik kommt: "Shyce, zeig mal her"! Und pfeffert den SK mit hörbarem "Tock" bis etliche Meter in die Running Line. "Da geht noch was!" Zieht noch ein paar Meter mehr von der Rolle und: "Tock"! Jetzt fällt mir die Kinnlade endgültig ins Wasser! Zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, das der Rio Scandi mit allem Pipapo auf rund 16 Meter kommt und bei weitem kein Kurzkopf Skagit oder so'n Gedöns darstellt! Ich wollte das so, von Anfang an auf die langen Leinen zu setzen.

Wir fischen 2 Tage zusammen seine Zone und es sind wunderschöne Erinnerungen. Sie schwanken zwischen dem Reden über Lachse, Norwegen und natürlich die lieben Kollegen, gemeinsamen Biertrinken, Zigarren rauchen, seinem Coaching und Erklärung von Taktiken anhand seiner Zone. Und Hendrik kann man mit verbundenen Augen, in finsterer Nacht, ein Arm auf den Rücken gebunden, mit Badehose, einem seiner komischen Switch, Eikra oder sonst was für Zahnstochern, an die Orkla entsenden - er kommt so sicher wie das Amen in der Kirche mit einem Grosslachs nach Hause!

Ihr glaubt ich scherze, wa! :grin: Hendrik ist ein sogenannter intuitiver Lachsfischer, extrem experimentierfreudig, mit einem Riecher für die Adaption an Situationen. Ihr werdet es nie erleben, dass er blind und stur nur eine Leine, Rute, Fliege fischt. Seine Fangquoten sind unter allen Bedingungen beeindruckend, bei gleichzeitig minimiertem Zeitaufwand. Natürlich ist die Orkla seine Heimat, aber trotzdem muss man erstmal soweit kommen - selbst für Einheimische ziemlich ungewöhnlich!

Ich bleibe Schneider. Als die 2 Tage Orkla rum sind, stehen wir noch lange an den Autos zusammen und reden. Es fällt uns beiden sichtlich schwer Abschied zu nehmen. Vielleicht ist es die Seelenverwandtschaft als Forenschreckgespenste! :lol: Ich beschließe danach endgültig im nächsten Jahr wieder zu kommen, abr nicht nur 2 Tage!

Wir fuhren den Mandal...

Frank
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon orkdaling » 10.09.2019, 23:42

Nun ist`s gut mir den Blumen, lieber Frank!
Erstens hab ich Heimvorteil und sehe schon vor der Saison was der Winter angerichtet hat, wo sich Sandbænke und Rinnen verlagert haben,
zweitens sehe ich an bestimmten festen Punkten wie der Durchfluss ist, in wie weit die Gezeiten den Rueckstau beeinflussen, weiss also wie tief es ist, welche Sinkrate erforderlich ist, wo der der Fisch wandern muss.
Diesen Vorteil kann man nicht ausgleichen.
Das einzige was ich tæglich nachlese ist die Wassertemperatur.
Anhand von Wasserstand und Wassertemperatur erfolgt die auswahl der Ruten. Ja Ruten, weil es eben eigentlich keine Allroundrute gibt und schon gar keine Allroundschnur.
Und dann muss ich sagen das du immer nur 1-2 Wochen mit der Pamela oder dem Lachstøter unter echten Bedingungen werfen kannst und dafuer geht es doch recht gut ! Wie du selbst erfahren hast, Wiese oder Wasserdruck sind 2 Paar Schuhe, besonders wenn man dann noch die Schnuere wechselt.
Du hast ja auch bemerkt das ich festgestellt hatte das das WG der langen Leine etwas zu niedrig angesetz ist, trotz RIO Line Selector.
Der verbaute Blank ist von der Aktion her vergleichbar mit einer Klasse høher. Die Rute ist `ne feste Grøsse, also einen LB mir 50grains mehr oder (und das fællt jedem schwer der nicht so oft mit langen Zeug wirft) die Geschwindigkeit erhøhen. Dabei immer schøn darauf achten das die Hænde schøn oben bleiben, ist eben keine Scandi oder Skagitwerferei.
Ja zum Design, Aufsehen erregend! Aber es muss nicht dem Lachs und nicht den Zuschauern gefallen, nur dir!
Und zu deinen Ausfluegen an die Orkla, na da hast du 2 mal eine Extremwoche erwischt. Niedrigwasser und fast 30grad, dann wieder 8grad Wasser und Luft. Bist du noch gut weg gekommen, dieses Jahr war es in der Nacht von 2./3. Juli weiss am Oberlauf .
Ach ja, næchste Saison werden wir eine Uebungsstunde am Einlauf Trettøya machen, von der linken Seite und du kannst 5m weit im Flachwasser stehen, also Idealbedingungen fuer den 18m Kopf.
Gruss Hendrik

Vergiss Rotkæppchen nicht, da kommt jemand der die Gegenwette hælt, hahaha !
https://youtu.be/23HOC0cP624
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon fly fish one » 11.09.2019, 12:29

Ehre wem Ehre gebührt!

Aber, mein lieber Hendrik, für den Anfang gibt es sehr wohl sowas wie eine Allroundrute: die viel diskutierte 13,x #8. Mit verschiedenen Schnüren kommt man da sehr weit im Einsatzbereich. Aber Spaß macht das auf Dauer nicht - zumindest mir nicht. Und dann gibt es tatsächlich Situationen, wo die eine oder andere Rute mehr Sinn macht. Sei es für das ominöse Flachwasser und Sonne, bei gleichzeitiger durchaus grösserer Wurfweite, die 14' oder 15' oder noch länger, mit unseren geliebten längeren Leinen! Oder ich habe wirklich mal echtes Hochwasser bei Dir und komme nicht rüber auf die Inseln, muss den "Kanal" befischen! Dann würde ich nur Skagit und das in hohen Wurfgewichten einsetzen, oder gleich auf die Steinpackung gegenüber turnen! Aber das, ist mir zu effizient und außerdem unehrenhaft! :lol: Und die 18er B&W in schönsten Farben, ist gesetzt, mein Lieber! Die kommt mit!

Dein Frank
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon ArminK » 11.09.2019, 12:53

Hallo,

@Frank

wie haben sich denn die Torzite Ringe bewährt? Du hast mit der Rute ja unter Wettkampfbedingungen geworfen. Was sagt unser Lachsflüsterer zu den Dingern? :lol:
Wenn du mit dem 18´Prügel einen 30m Kopf mit 5,5m Vorfach werfen kannst, bist du am Ziel. :p

@Hendrik

stell dich schon mal auf einige Rotkäppchen ein. :lol: :lol:

VG
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon orkdaling » 11.09.2019, 15:19

Hahaha,
Frank, ich hab ja selbst eine 13,+ ft empfohlen, wære fuer mich die Allroundlænge.
Und wie du weisst, hab ich solche Teile in 13,6ft sowohl in #7 und 8/9.
Die Switch sind wirklich nur auf der Seite im Einsatz wo ich unter den Bæumen klettern muss und die 15 oder 16ft dann wenn es der Wasserstand bzw die Schnurfuehrung erfordert.

Zu den beiden Ruten, also Lachstøter und Pamela. Die muessen ja zuerst mal Frank gefallen und wie ich weiss hat er da beim Bau Herzblut rein gesteckt.
Die verwendeten Ringe muessen auch (nur)ihm gefallen und er wusste ja das sie die Rute natuerlich schwerer machen.
Andere stehen viele Wochen im Fluss und ziehen leichtere Ruten vor, jeder wie er will !
Auf jedem Fall eine saubere Arbeit!

Zu seinen Kabeltrommeln, naja ich ziehe da lieber die leichten mit der besten Bremse der Welt vor und genau zu diesen sagt er das sie wie Kabeltrommeln aussehen. Meine Lawson sind Kabeltrommeln ? OK, deine sind ja nur Kontergewichte beim Ausheben der Kleinlachse, haha.

Tja, wenn da ein Rotkæppchenspender kommen will, da werd ich wohl noch eine Bank bauen muessen oder die Grillecke erweitern.

Gruss Hendrik

Ach fuer die Pamela - sowas in 8/9 https://www.scientificanglers.com/product/spey-classic/ oder hier mal lesen https://www.sportfish.co.uk/mackenzie-g3-spey-line.html - da werden wir doch mal sehen wer den Rotkæppchen bezahlt!
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon fly fish one » 11.09.2019, 15:31

Lieber Armin,

die Jungs haben Pamela gar nicht geworfen! Hatten glaube ich Angst vor ihr! Nein, vermutlich wirklich die Sorge das was beschädigt wird und wissend, dass da viel Arbeit dran hängt, gepaart mit einem gewissen Starrsinn nur auf sein eigenes Zeug! Ich würde doch auch keinen dieser Switch Zahnstocher anfassen, egal was da drauf steht und wieviel Meterlachse der Turbodeutschnorweger da schon mit heim geleuchtet hat. :grin:

Für mich sind die grossen Torzite Ringe erste Sahne und vermitteln ein gutes Gefühl! Auch wenn natürlich harte Fakten in diesen Spezialfällen schwer nachweisbar sind. Aber wie so oft in unserem Hobby: Man muss einfach dran glauben! Ich glaube dran! :l: Und das sie nochmal deutlich leichter sind als die "normale" Keramikversion wundert mich nicht! Hast Du die mal nebeneinander gelegt? Die Torzite Einlage ist noch einmal deutlich schmaler und feiner und daher sicher leichter.

Frank
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon ArminK » 11.09.2019, 18:03

Hallo Hendrik,Frank

orkdaling hat geschrieben:Die verwendeten Ringe muessen auch (nur)ihm gefallen und er wusste ja das sie die Rute natuerlich schwerer machen.


Das ist leider Unsinn, denn wir haben die Ringe nachgewogen mit einer Feinwaage (bis 0,01g) : Der massiv wirkende Torzite Spitzenring war lächerliche 0,02g schwerer, als ein Drahtspitzenring und der komplette Torzite Ringsatz war sogar leichter als der normale Ringsatz mit Einstegringen.
Ich glaube an das Konzept und konnte auch schon einige Kritiker davon überzeugen, wie leise die Schnur durch die Ringe sausen kann. Der damit verbundene Weitengewinn hat weitere Überzeugungsarbeit geleistet. Zum Einlaufen der Ringe habe ich mich ja schon geäussert.
Meine 13´#9/10 ist fertig und ich bin mal gespannt, was die Experten für ein Urteil abgeben. :lol:

Gruß
Armin
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon fly fish one » 11.09.2019, 18:06

@Hendrik: Ja es stimmt, Pamela ist alles andere als ein Leichtgewicht. Das muss aber einfach so sein. Das ist ja das schöne am Rutenbau (dazu natürlich die grosse Abel), dass man das sehr flexibel handbaben kann. Und bei den Zweihändern finde ich das auch nicht so wichtig. Und einen lieben Dank für "...Du bist ja immer ganz gut weggekommen..."! Das stimmt und das macht mich auch ein wenig stolz. Es waren immer Chancen vorhanden. Unser Kollege Sven vom letzten Jahr hat ja gezeigt wie ideale Chancenverwertung und natürlich bedingungsloser Einsatz einher gehen!
Und die Lamson ist eine geile Rolle! Aber Du kennst ja unser Gefrotzel! ;)

Frank

Nachtrag wegen der Ringgewichte: Ich habe die nicht mal gewogen. Ich wusste das sie leicht sind, extrem haltbar als Innenring im Zusammenhang dann auch mit dem Titanrahmen. Darauf kam es mir an. Ich wollte Ringe, um die man sich einmal Gedanken macht wenn man sie auswählt - und dann vergessen kann, außer meine eigene Dummheit meuchelt sie an irgend welchen Kanten! Das sie für einen grossen Zweihänder soviel Kosten wie mancher Blank nicht, ist in Anbetracht des Sorglospaket UND der überragenden Performance dann wieder relativ zu sehen.
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon orkdaling » 12.09.2019, 09:03

Moin ihr beiden,
Armin - mit den Ringen hast du falsch verstanden, meinte im Vergleich zu Titan Einsteg.
Hat schon mal jemand gehørt das die verschlissen sind? Glaube ich nicht.
Aber wie gesagt, es ist jedem seine Sache was ihm gefællt und mal abgesehen davon erfuellt jeder Ring seinen Zweck. Ich hab noch nie von durch Runningleinen eingeschliffenen Ringen gehørt.
Ok, schon mal bei Spitzenringen aber die waren wohl aus Stahldraht an Billigruten.
Frank - zu den Rollen, mich størt weder die Farbe oder Grøsse, das ist ebenfalls Geschmackssache.
Bei der EH Wedelei auf Forelle denke ich auch nicht an die Bremsen bzw Bremsleistung, der Fjord ist breit und ich hab 150m geflochtene drauf. Gewøhnliche Geflochtene vom Meeresfischen denn die hat mehr Tragkraft und vor allem Knotenfestigkeit . 0,25mm sorgen fuer genuegend Platz. Warum?
Hatte ich schon mal geschrieben, weil ich bei denen die auch auf Seelachs und Pollack benutzt werden, zwischen Nachschnur und WF eine Running dazwischen habe. Warum das nun wieder? Weil diese Banditen manchmal nicht das Weite suchen und nach unten in den meterlangen Tang wollen und da hilft nur schnelles beherztes Einstrippen. Also auf eine Guru 3 passen 150m x 0,25mm Geflochtene, plus 25lbs Running, plus WF-7.
Und wie du weisst, lieber Frank, hab ich mal bei Modellwechsel mehrere GL Reel Master erworben. Simple Rolle die ihren Zweck in 8/9 sowohl am Meer wie auch Bach erfuellt. Gabs damals fuer 70€ und die waren es mir wert, zumindest an den Ruten wo ich damit rechnen muss das ich auch mal die Felsbøschung kopfueber nehme oder bei Ebbe auf glatten Schæren einen Eierlauf mache.
Hier geht es also nicht um schønes Aussehen, nee es hat praktische Gruende!
Zum Gewicht - da sehe ich es auch eher von der praktischen Seite, mehrere Wochen DH werfen, dazu vielleicht mehrere Tage im trad. Spey Stil, (also mit Pfoten in Kopfhøhe) lassen mich zu was Leichterem greifen.
In #7 ist es Redington weil es diese mit 13,6 ft gibt und in #8/9 ist es zB die LXi T-Pac die trotz 6 Teilen und 13,9ft 263g wiegt (mit Einstegringen) und in #10 ist es eine 15,2ft Scott bzw die 16ft LPXe. Rollen dazu Waterworks Guru, Speedmaster oder 9/11 X-stream gefuellt mit LB 254g!
Alles Ruten die fuer ihre Klasse/Længe recht leich sind und keine betonte Spitzenaktion haben. Braucht man nicht bei den langen Leinen, im Gegenteil !
Wenn der Kopf draussen ist hab ich also keine 500g in den Hænden!
Dagegen spielt das (Total)Gewicht bei den Ruten die im Unterhand Einsatz sind eine untergeordnete Rolle, die werfen sich ja entspannt vor dem Bauch.
Zu den Schnueren - Frank, du hast die Kabeltrommel mit 300m Nachschnur gefuellt damit da was drauf kommt.
Mal abgesehen davon das es Leute gibt die fuer die Lachsfischerei mind, 200m besser 300m 40Lbs empfehlen, mir reichen 150m geflochtene.
(mir konnte noch nie jemand erklæren warum 300m, da ist der Fisch um die Kurve und die Schnuer in der Steinpackung bzw 40Lbs aber 0,35mm Vorfach?)
Die Geflochtene ist duenner als Dacron und hat mehr Knotenfestigkeit so das 150m + 40m LB Schnur auf die Rollen passen.
Oder eben 150m + 50m Mono Running/30m Braided + Schusskopf.

Wie ihr seht hat das alles rein praktische Gruende.
Der eine braucht eben einen tiefer gelegten hochglanzpolierten Vorzeigewagen, der andere was wo er durch den Wald kommt und das noch bei Schnee,haha.

Natuerlich wird es Leute geben die sich am Design festmachen, die auch Witze darueber loslassen, aber letztendlich muss es Frank gefallen!
Den Fischen ist es eh sch...egal woran sie hængen.

Gruss Hendrik

Frank, mit der Pamela wirfst du alle Arten von Leinen, Floater, Sinker, Polys - je nach Bedingungen.
Die LB Leinen mit ihren 10m langen duennen Front Taper wollen aber auch was langes duennes haben - ich benutze Vorfæcher von mind. 12ft /0,40 meist jedoch 15ft/0,35mm.
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon ArminK » 12.09.2019, 12:01

Hallo Hendrik,

orkdaling hat geschrieben:Armin - mit den Ringen hast du falsch verstanden, meinte im Vergleich zu Titan Einsteg.
Hat schon mal jemand gehørt das die verschlissen sind? Glaube ich nicht.


"glauben" heisst "nicht wissen" ! Leider liegst du auch hier falsch. Ich habe im FF Forum Bilder von den "tollen" REC Titan Flex Ringen eingestellt. Kannst dir mal ansehen. Ich kenne einige Kollegen, die auch schlechte Erfahrungen mit den Teilen gemacht haben.

Gruß
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon orkdaling » 12.09.2019, 14:32

Hallo Armin,
Na ich hab an einigen Ruten die duennen Einsteger und war anfangs auch skeptisch.
Hatte aber weder bei EH und DH Probleme, jedenfalls bei den GL Ruten. Die anderen haben ja noch die Schlangen.
Mir ist auch keine Reklamation bekannt, nur bei den "Ueberteuerten" , aber nicht wegen den Ringen, nee knack hats gemacht.
Aber letztendlich egal, ein Ring mit 2 Beinen + Einlage ist nun mal schwerer. Aber das wuerde mich keinesflalls støren, die paar Gramm machen den Kohl nicht fett, das Gewicht des Blanks bzw der Rolle schon.
Und ich hab oft erlebt das FF ueber Rueckenschmerzen klagten wenn sie den ganzen Tag Spey warfen. Daher Unterhand wo møglich, nur bei den langen Leinen die Rolle in Kopfhøhe. Anders ueberstehst du keine Saison.
Gruss Hendrik

Ach ja, Zitat - … leider liegst du auch hier falsch… na das wuerde mich jetzt interessieren!
Von den ca. 550 Mitgliedern unseres OJFF sind leider nur ca 50 (Lachs)fliegenfischer, der Ausruester hier am Ort, Sport 1, oder sagen wir mal unser Vereinssponsor und natuerlich Vereinsmitglied weiss nichts von kaputten Ringen.
Das war unsere Frage als die duennen Ringlein an den Lachsruten auftauchten. Glaube nicht das sich das in den Jahren geændert hat.
Kaputte Ringe stehen in keinem Verhæltnis zu den explodierten Spitzen und da gibt es klare "Spitzenreiter".
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon ArminK » 12.09.2019, 16:19

Hallo Hendrik,

ich hatte auch die Titan Flex verbaut, bis ich bei einer Rute eines renomierten Herstellers einen Ringbruch hatte. Bei näherem Hinsehen stelle ich Riefen bis zu den Bockringen fest. Auch bei meiner Rute mit Titan Flex ergab sich das gleiche Bild. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach Ringen mit möglichst geringer Reibung und Verschleiß gemacht. Das Ergebnis waren die besagten Fuji Torzite Ringe, die zwar etwas teuerer, aber von den Eigenschaften allem überlegen sind. Ob man das braucht ist eine Glaubensfrage. In dem Fall gehöre ich zu den Glaubenden. :grin:

Gruß
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon orkdaling » 12.09.2019, 18:01

Moin nochmal,
ja die sind schon nicht schlecht. Manche verwenden die als 1.oder 2. und dann Titan Einsteger
Irgendwo gab es mal eine Meldung ueber zu harte Titanringe die natuerlich bei mehreren Marken verbaut wurden, kann mich nicht mehr erinnern wann das genau war.
Franks verbaute Ringe, wie auch andere, werden ewig halten. Kein Coating der Welt mach die kaputt. Was anderes und das ist eigentlich kein Reklamationsgrund, Ringe werden beschædigt bei der Demontage der Rute oder aber auch beim Abstellen usw.
Aber sind wir nicht eine kranke elitære Truppe? Jeder Meeresfischer und da gibts auch hier im Forum welche (mich eingeschlossen) ,der schon mal 15 oder 20 Kilofische und mehr aus 200m hochgepumpt hat, der lacht sich schlapp ueber unsere Ruten/Ring/Schnuranforderungen. Und er lacht sich schlapp darueber was unsere Ruten oder wasserdichte Jacken kosten.
Ich hab noch eine Polar 9ft 7#, vor vielen Jahren mal von einer Messe aus S mitgebracht, keine 1000Kronen damals, und schon mir Einstegern als GL noch Schnecken verbaute. Das Teil fængt immer noch Fische auch wenn es nur kleine aus den vielen unbekannten Bæchen sind. Tau am Baum festgemacht, 20m abgeseilt um in die Schlucht zu kommen - ueber das Seil hab ich mir mehr Sorgen gemacht,hahaha.
Nun muss ich mal die Garage aufræumen, irgendwo liegt das noch und ein Klappanker noch dazu. Irgendwie muss man Frank ja ueber die erste Rinne bekommen ohne das die Hose feucht wird.
Ich werd mich auch bemuehen ein paar geeignete Stuetzen auf den Sandbænken aufzustellen damit das gute blaue Wunder nicht zwischen den Steinen liegen muss. Bisher hab ich immer die Reste von den Bibern genommen aber dieses Jahr war spæt Hochwasser und alles war weg geschwommen.
Aber nun erstmal Schnurpflege, DH Zeug muss weg und das EH Zeug braucht eine Reinigung/Pflege damit ich noch mal los komme bevor der Schnee kommt.
Gruss Hendrik
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