Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Viele der edlen Wekzeuge und Hilfmittel, mit denen wir bei unserem Hobby hantieren, müssen nicht unbedingt von der Stange aus dem Ladenregal sein.
Watstock, Schnurkorb, Kescher und Co. können auch aus eigener Produktion sein, die gemeinsam mit Freunden oder allein eisige Winterabende füllen kann.

Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon fly fish one » 17.09.2019, 19:59

Wir fuhren den Mandal.

Ola, der liegt aber schön, mäandert durch Klammen, weitet sich ausufernd und ola, das Wasser ist ja braun! Leichte Orientierungschwierigkeiten mit Zonen, Zugängen und Lachszentern zur Ausgabe der Scheine stellen einige Hürden in den Zulauf! Ja Zfix, vor Elchen wird auch noch gewarnt!

In so einer Klamm stehe ich kurz nach dem Lachszentrum, Winston lässt lustlos seine Leine baumeln, als der Biß kommt! Also Bißchen, meine ich. Strippen strippen strippen, er schwimmt auf mich zu, shyce, der Knoten hängt im Ring! Und schlaff fällt die Leine und ich! Ja Himmel Herrgott Sackl Zement, dass hat also vor 3 Jahren schon seinen Anfang genommen, dass mir die Lachse in die Binsen gehen! Na gut, ich hörte das ist normal. Na gut, ich hörte eine Quote von fuffzich : fuffzich ist normal. Na gut, aber wenn Du so schon anfängst, dann ist das doch ein Omen? :no:

Ich war absolut infiziert, die Frau nicht so begeistert, aber ich nicht mehr aufzuhalten! Zusätzlich machte der Rutenbau sich in der Theorie in meinem Hirn breit. Das ich im ICE Tempo darauf zusteuerte, davon hatte meine Familie ja überhaupt keine Ahnung! Habt ihr doch auch manchmal, Sachen, die man richtig macht, oder gar nicht, mit Haut und Haaren! :x

Während ich also noch mit dem Wohnwagen, er heißt Flip (alles hat Namen), unterwegs war, rotierte schon die Blankauswahl durch den Kopf: Sage!!

Ich wollte eine 15 Fuß Rute, schwere Gewichsklasse, ein echtes Geschütz, gespannt wie ein Katapult. Ich wollte den Lachsen die Tube nicht hinwerfen, sondern hinschießen! :lol:

Er kam Sage Method 15' #10
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon fly fish one » 19.09.2019, 18:50

Bild
[Bild 8: Seine Name ward "Lachstöter" und brachte die Furcht!]

Er kam den Sage Blank.

Zfix, ich, als Sonnenschein und Berufsoptimist auf die Welt gekommen, habe eine Pechsträhne:

Ad 1: Ich bekomme den 2ten und 3ten Teil nicht zusammen geschoben, weil im Weibchen innen Kohlefaserfusseln aus dem Blank hängen.
Ad 2: Der Blank ist beim Händler einer deutschen Apotheke nicht mehr vorhanden.
Ad 3: Die Kommunikation mit der Apotheke ist shyce.
Ad 4: Ich bin sauer.
Ad 5: Ich ordere bei einer besseren Apotheke in Schweden.
Ad 6: Die Bestellung dauert.
Ad 7: Der Blank kommt.
Ad 8: Ich habe Stress, die Orkla 2018 steht vor der Tür.
Ad 9: Meine Familie, genauer meine Frau, ist sauer.
Ad 10: Ich habe Stress.
Ad 11: Ich habe Stress.
Ad 12: Ich bin an der Orkla und fange einen Lachs.
Ad 13: Meine Frau ist immer noch sauer.
Ad 14: Ich habe Stress.

Und dann kommt Pamela!

Frank :lol:
Zuletzt geändert von fly fish one am 19.09.2019, 19:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon fly fish one » 19.09.2019, 19:48

Die hübscheste, coolste Socke am weiblichen Firmament, Pamela Anderson, lag auf meinem Tisch und wartete! :l:

Euer Frank
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon fly fish one » 02.10.2019, 18:57

Mein Gott ist die schön, ihr Weinrot hat mich seit der ersten Method der ich sichtig wurde in den Bann geschlagen. Das ist bis heute so. Die Methods im Hause sind ein Quell der technischen wie optischen Freude. Die 14' etwas eleganter, filigraner als die 15' und die Frage: Wie würdige ich das entsprechend im Aufbau? Soll ich schlicht und nur ihr Rot würdigen, oder doch verspielt, aufwendig und facettenreich? Ich kann nicht anders, schlicht geht noch nicht, also in die Vollen gegangen.

Kreuzwicklung, ist klar, aufwendigste Schmuckwicklung an den Ringen, ist klar, aber der Griff, wie gestalte ich bloß den Griff? Mein Blick fällt in meine Materialkiste und ein Hirsch lacht mich an, genauer dessen Ende in der Geweihrose! Das muss das Ende - des Griffes werden! Aber nur einfach Hirsch? Näää, da muss noch eine Intarsie rein. Na, wir fischen Lachse, Pamela und ich, also muss da eine Lachsintarsie rein! So nimmt Pamelas Heft/Griff seinen Lauf, von unten beginnend wird sie entworfen. Die ersten Arbeiten und langen Stunden beschäftigen sich nur mit dem Hirsch und der Lachsintarsie, ohne das ich den Blank auch nur einmal in die Hand nehme....

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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon fly fish one » 03.10.2019, 20:23

Gut, ihr Hirsch ist fertig. Die Art der Schmuckwicklung rotiert dafür durch den Schädel und ich weiß nicht recht weiter mit den Farben. Das Indernet ist vor allen eine Bibliothek und da treffe ich auf eine Veröffentlichung eines Musters und dessen Anleitung, wie man einen Farbübergang aus zwei Farben gestaltet. Sowas liebe ich und fange an zu experimentieren. Einige Tage tüddel ich so vor mich hin, teste mehr als 2 Farben, adaptiere die Muster und renne in eine Sackgasse nach der Andern. Alles nüscht nix niente, dazu besinne ich mich, dass auf den Ringen ja eine gewisse Stabilität gefordert ist. Also scheiden Muster mit zich Fädenstücken schon mal aus...ich geb erstmal verzweifelt auf und wende mich wieder dem Griff zu......

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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon fly fish one » 08.10.2019, 17:49

Die Bestellmaschine rotiert mit dem Griffmaterial: Delrin, stab. Pappel, exotisches Mischmasch aus stab. Holz und komplett Kunststoff, Plexiglas in verschiedenen Farben, eloxiertes Alu, Kork und ein Rest Birkenrinde wurde noch daheim gefunden.

So fügt sich langsamst von unten nach oben Pamelas Griff, Rollenhalter eingeschlossen. Das Highlight sind die kleinen Kunststoff/Holzringe in denen kleinste weiße Plaste Stäben in 2 mm Bohrlöchern stecken und die mit grauem Plexiglas eingeschlossen sind. Um mal einen kleinen Abriss des Aufwandes für diese Applikation zu schildern:

1) Rechteck aus dem Rohmaterial
2) Kreis anreißen
3) auf dem Kreis 2 mm Löcher bohren
4) Kunststoffstäbe einkleben
5) Rechteck zu einem Zylinder schleifen, der genau auf der Mitte der weißen Stäbe endet
6) Zylinder mittig teilen
7) die beiden Zylinder versetzt wieder verleimen
8] den Zylinder nachschleifen
9) graue Plexiglasplatten zu kleinen Kreisen zuschneiden
10) graue Plexiglasplatten auf die Stirnseiten kleben
11) alles bündig schleifen
12) Löcher für den Blank bohren

Diese Ringe sind innerhalb des Griffes schon die absoluten Hingucker, besonders auffällig die beiden kleinen die den schönen blauen Alps Rollenhalter einschließen. In einem Skeleton hätte ich die gerne innerhalb als Spacer gehabt. Ich habe mich nur nicht getraut für Pamela einen Skeleton Rollenhalter zu erwählen. Der massive Alps flößt eindeutig mehr vertrauen ein. Nicht das ich nachher im Drill der Meterlachse ein Kettenkarussell betreibe, wa! :no: Oder etwa wie der Schnelle Winni und der Turbodeutschnorweger arbeitsteilig zwischen "Hendrik Rutenhalter" und "Winni Rollenhalter" Rekordlachse bändige - anzicken wegen "Laufrichtung" eingeschlossen! :p

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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon fly fish one » 15.10.2019, 14:26

Bild
[Bild 9: Überschubsicherung gewickelt und unlackiert - natürlich einen "wönzigen" Farbtupfer in Orange in schwarzen Brackets! :+++: ]

Der Griff ist fertig montiert, feingeschliffen bis 4K Körnung, die Birkenrinde mit Kirkenjes Wachs behandelt. Was noch fehlt ist den Hirsch zu montieren, aber das kommt ganz zum Schluss, da ich den Blank unten noch in die Alps Rutenwickelbank einspannen muss, um die spätere Kreuzwicklung zu lackieren. Also komme ich jetzt nicht länger an der Wicklung der Ringe vorbei. Ich habe mich solange es geht darum gedrückt - zfix! :evil:

Ich trete symbolisch gesprochen einen Schritt zurück, fixiere mich auf das Einfachere im Sinne von Überschubwicklungen vor Ringwicklungen und auch in der Farbkombination. Der Mustervorschlag und Beispiel bezieht sich auf genau 2 Farben! Im Zwiegespräch mit mir selbst: "Mach's nicht noch komplizierter, Frank, nimm einfach die 2 Farben und Schluss. Halte Dich ohne Auschweifungen genau an die Umsetzung der Mustervorlage!" Sofort nimmt das Druck raus und ich tüddel die Überschubsicherungen an. Den Zeitbedarf dürft ihr nicht erfragen, dass habe ich nicht dokumentiert. Die vielen einzelnen Fäden sind der Wahnsinn inklusive einiger Neustarts weil immer wieder mal was aufspringt. Also ich würde sagen: Für jede Wicklung 1 bis 2 Stunden. Man steigert sich im Verlauf natürlich etwas, aber so richtig flott wird man mit solchen Mustern nicht. Ist auch völlig egal, nur das Ergebnis zählt. :l:

Jetzt kann ich micht nicht mehr drücken, Überschübe gewickelt und lackiert. Jetzt bleiben nur noch die verdammten Ringe! Wieder erstmal nur noch Planlosigkeit! :evil:

Frank
Zuletzt geändert von fly fish one am 15.10.2019, 15:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon fly fish one » 15.10.2019, 15:22

Bild
[Bild 10: Die schönsten "Ringe" für eine atemberaubende Frau und Nixe mit Namen Pamela - Gleichstellungsbeauftragte mal weg gehört!]

Also gut! Auf den Ringen soll mit einem durchgehenden Faden gewickelt werden, um eine möglichst hohe Festigkeit zu erreichen. Was zusätzlich durch die Verwendung von Fixierer zum Erhalt der Farben besonders wichtig wird. Mit Fixierer hält der Lack nicht so gut und die Wicklung selbst muss einfach 100% sitzen.

Ich krame also meinen Mustervorschlag raus, schätze die Länge vor und hinter dem Ringfuss und breche die vollständige Entwicklung des Überganges nach 3 Mustern ab. Da ich Hinterwicklungen aus optischen Gründen sowieso liebe, fügt sich das "abgebrochene" Muster in anderer Farbreihenfolge (aber im Sinne der ursprünglichen Mustervorlage – hoabts mi ?) in meine eigenentwickelte Abfolge! Puuh endlich, so könnte es gehen.

So kämpfe ich mich zunächst durch 12 Hinterwicklungen für 12 Ringe auf 14‘! Dieses Vorgehen habe ich mir mit dem Lachstöter erarbeitet. So umgehe ich die Schwierigkeit die Hinterwicklung im Laufe der eigentlichen Ringwicklung direkt anzuschließen. Ich hatte herausgefunden, dass ich den Anschluss auch so, als 2 völlig getrennte Wicklungen erschaffen kann – hoabts mi!? Die Hinterwicklung wird fixiert und sitzt damit bombig, macht keinerlei Probleme mehr, wenn anschließend die Ringe ausgerichtet werden müssen und pipapo. Zeitbedarf viele Tage am Feierabend so ca. über 1 bis 2 Wochen verteilt. Das ich damit eigentlich noch kein Stück mit meinen Ringen weiter bin, na, im Verdrängen bin ich nicht schlecht......

Frank
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Re: Eine kurze Geschichte der Zeit - Pamela, die Lachsrute

Beitragvon fly fish one » 16.10.2019, 17:07

Eigentlich bin ich am Anschlag und habe die Nase vom Rutenbauen voll.

Trotzdem kommen jetzt die Ringe! Überhaupt die Ringe. Es gibt Eheringe, Nasenringe, Ringe die an den unmöglichsten Stellen unter grossen Schmerzen, na egal, also es gibt Rutenringe und es gibt Rutenringe. Das ist in etwa so wie Tretroller oder eBike, Gogo oder Porsche! Auf irgend welchen Ruten aus Baumärkten befinden sich Gebilde nicht weit vom Blumenbindedraht. Und Pamela, eine Frau mit Stil und natürlich teurem Geschmack, würde nie irgend etwas profanes und billiges tragen, das muss schon ein paar Karat beinhalten. Da sind sich Ava G., Marylin M., ihre Busenfreundinen, und sie absolut einig. Also Titan, darunter geht schon mal gar nichts! Und edle Rutenringe aus Titan und Keramiken, haltet euch fest, sind erotisch! Ihr müsst die mal in die Hand nehmen, nicht eine scharfe Kante, Ecke, alles schmeichelt, liegt sanft in der Hand. Dazu ein dezentes gräulich gelbes Funkeln in der Sonne, alles, aber wirklich alles strahlt diese Nobless aus. Ein Gewicht selbst grösster Führungsringe, also ein Schmetterling bringt mehr auf die Waage! Diese Schnurbeschleuniging gewordene erotische Komposition trägt einen Namen: Fuji Titan Torzit. Einstegringe, Doppelstegringe und alles 2 Nummern grösser als normal vorgesehen. Der Satz Ringe mit 12 plus Spitze für eine 14' grosse Pamela mit einem Preis der den vieler Standardblanks locker reißt.

So ein Hobby muss weh tun, oder?! Wenn man sich schon die ganze Mühe macht, einen feinen Blank gönnt, in den Aufbau haarsträubende Zeiten investiert, ja dann fange ich doch nicht an mich bei den Komponenten zu beschränken. Ganz besonders nicht an technischen Fakten die auf Beständigkeit und Performance ausgelegt sein müssen. Ein sehr guter Ringsatz und Rollenhalter sind in meinen Augen elementar. In dieser Welt gibt es dort vom Prinzip 2 Namen: Fuji und Alps. Den schönsten Rollenhalter für grosse Lachsrollen, den ich je gesehen habe ist eigentlich nicht auf Pamela verbaut, sondern auf dem grossen Bruder "Lachstöter". Fotos können Eindrücke immer nur begrenzt transportieren, aber wenn die beiden Ruten mit den Rollenhaltern und montierten Rollen an der Orkla irgendwo im seichten Lichte funkeln, also dann musst du dein Herz mit beiden Händen festhalten! So schön!

Die Ringe müssen aber noch angebunden werden! Hallelulja...
Und ausgerichtet! Hallelulja...

Mit dem Beringungsvorschlag von Sage finde ich die Positionen, an denen ich die Ringe mit Kabelbindern fixiere, richte und anschließend mit Sekunderkleber fixiere. Danach können die Kabelbinder entfernt werden und ich kann entspannt die Ringe anwickeln. Kein nachträgliches Ausrichten vor dem Lackieren mehr nötig (aber natürlich auch nicht möglich), hat den "Scharm" das die Wicklung durch das nachträgliche Richten nicht beschädigt werden kann. Manchmal sehen dann neugierige Ringfüße unter den Wicklungen hervor. Sehr unschön!

Ich fange an zu wickeln, da ich den Abstand für das "abgebrochene" Muster ja genau berechnen kann, fange ich also genau diesen Abstand vor dem Ring an. Auf dem Ring geht es dann mit 1 Faden und 1farbig weiter, bis ganz dicht und ohne Lücke an die Hinterwicklung heran. Die grossen Ringe sind nicht so schwierig, nachdem etwas Routine eingezogen ist, aber die kleinen Einstegringe auf dem Spitzenteil verlangen mir Alles ab. Dann kommt auch noch Mutti oder Sohn ins Zimmer während ich konzentriert Wicklungen zähle! Meine Fresse, wie oft ich allein irgend eine Wicklung wieder angefangen habe, weil ich nicht mehr wusste wieviel Umdrehungen ich schon hatte. Mein Frau und mein Sohn haben das aber spitz bekommen und wenn ich mit krummen Rücken und "P" in den Augen über der Wicklebank hing, mich einfach in Ruhe gelassen. Ich konnte sie ja nicht anmotzen, aber wenn ihnen die wortlose pure Verzweifelung aus meinen Augen und ein "Zwirr" von der Wickelbank entgegen sprangen, dann hatten sie das spätestens nach der dritten Wicklung verstanden! Zwirrrr!

Die Wicklungen die an einem Teil fertig sind werden sofort fixiert und sind damit stabil, so dass ich keine Furcht mehr haben muss das sie wieder aufspringen. So hangel ich mich Wicklung für Wicklung und Blankteil für Blankteil weiter. Bis nur noch der Spitzenring fehlt, den ich als Kür und Abschluss betrachte. Den lasse ich auf der Seite und fange nach dem 3maligen Fixieren endlich mit dem Lackieren an. Halleluja! Ich biege auf die Zielgerade ein....

Frank
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