Unterwasserdrohnen

Zu oft kommt es vor, daß man einen Moment erlebt oder einen Fisch erlegt, bei dem man in Natura nur sagen kann; "HUI" - oft vergeht der Moment oder Fisch und die Bilder sind dann "PFUI". Über Techniken zum richtigen Fotografieren kann sich hier ausgetauscht werden!

Unterwasserdrohnen

Beitragvon hennes2121 » 25.03.2020, 10:50

Moin,
schon längere Zeit beschäftige ich mich mit dem Gedanken, mir eine Unterwasserdrohne zuzulegen.
Das Hauptproblem schein mir bei dieser Technik zu sein,dass dier preiswerten Modelle mit einem Datenkabel mit dem Bediener verbunden sind, was die gefahr des Festhängens einmal vergrößert, andererseits aber die Bergung auch einfacher macht.
Dann gibt es noch die Möglichkeit, zusätzlich Sonar und Fishfinder auszurüsten, ein Modell hat sogar eine Baitbox, mit der man den Köder ausbringen kann.
Der Power Dolphin taucht jedoch nicht, sondern fährt an der Oberfläche, filmt dann aber auch unter Wasser und hat auch ein eingebautes Sonar, mit dem man auch Areale zum Abscannen einprogrammieren kann. Dafür ist dann auch eine Funkverbindung möglich.
Hat jemand schon eine UW Drohne ? Was funktioniert wirklich und was funtioniert nicht?
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Re: Unterwasserdrohnen

Beitragvon jens_hh » 25.03.2020, 16:18

Moin, möchtest du wirkliches wissen wieviel Fisch dir immer entgeht wenn du deine Fliege/Blinker durchs Wasser ziehst!? :))

Spannend wäre es allemal, habe aber auch keine Erfahrung damit.
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Re: Unterwasserdrohnen

Beitragvon Forelleke » 25.03.2020, 18:11

Hi,

jup, ich habe ein ROV selber gebaut...
Ein Art Opensource Project aus der US, "Openrov" da ist mittlerweile ein kommerzieller Variante rausgekommen " Trident"...

Alles sehr spassig, aber dort wo Strömung ist , kaum zu gebrauchen.. ich habe Ihn im See benützt.
Und auch dann ist es einfach schwierig Ihn richtig zu "lenken"... das braucht viel Übung.
Aber dann machst es sehr viel Laune.. nicht sosehr um Fische zu erspähen, aber um Strukturen mal anzuschauen..
Das schöne Riff, oder der Versunkene Bäume usw stellen sich dann plötzlich ganz anders da.
Erstaunlich der Unterschied zwischen Echo & Video...

Fürs Meer braucht grössere Professional Geräte... alles andere ist Sinnlos.

Muss mal wieder mein Rov einsetzen, komme kaum dazu, weil ich in die spärliche Zeit meistens fische.. ;)

Roel
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Re: Unterwasserdrohnen

Beitragvon hennes2121 » 25.03.2020, 19:10

Moin,
ich bin eigentlich drauf gekommen indem ich an meinen Angelstellen im Sommer mal geschnorchelt habe.
Da gibts viele nützliche Erkenntnisse, z.B. dass es weiter als 50 m vor der bewatbaren Sandbank nur noch Sandboden ohne Struktur gibt, Weitwürfe also keinen Sinn machen oder dass an manchen Stellen jenseits der Sichtbarkeit vom Ufer aus doch einige ganz interessante Strukturen zu finden sind, die zu befischen sich wohl lohnen würde.
Ausserdem ist mir aufgefallen, dass sich die Grundstuktur an der Küste doch im Winter sehr häufig signifikant verändert, da würde eine Erkundungsfahrt mit einem Rover sicher verhindern. dass man an Stellen fischt, die total versandet sind. Und des mag Leute geben, die im März schnorcheln, ich gehöre aber nicht dazu.
Oder man findet das Ködergrab, wo man selbst schon nen Hunni drangehängt hat, weil man die Struktur nicht mehr auf dem Schirm hatte oder sie sich im Winter auch bewegt hat.
Einen groben Überblick kann man sicher auch mit ner fliegenden Drohne bekommen, aber z.B. auf Als darf man ja wegen der Militäranlagen und dem Flughafen sowieso nur ganz begrenzt fliegen.
Gibt es für UW drohnen auch gesetzliche Einschränkungen?
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Re: Unterwasserdrohnen

Beitragvon Rollo » 25.03.2020, 23:31

Moin Hennes, ich bin da vielleicht altmodisch, aber mir geht der Einsatz von technischem Gerät bei der Jagd oder Fischerei inzwischen viel zu weit. Ich finde, dass der Mensch nicht alle Möglichkeiten ausnutzen darf die er zur Verfügung hat. Zumindest widerspricht das meinem Respekt gegenüber der Kreatur. Erfolgreiches Jagen und Fischen hat was mit Erfahrung, Ausdauer, Fleiß und Spürnase zu tun und nicht mit dem Einsatz moderner Technik. Nachtsichtgeräte für die Jagd, Harpunen- Tauchen bei Nacht mit Scheinwerfer, Fischfinder usw. sind für mich unfaire Methoden.
indem ich an meinen Angelstellen im Sommer mal geschnorchelt habe.
Das finde ich z. B. klasse und damit erarbeitest du dir deine Angelplätze. Mir gehen schon die ganzen Angelführer auf den Zeiger, wo jeder Anfänger an die besten Plätze gelotst wird, ohne selbst etwas dafür getan zu haben. Nichts für ungut Hennes, geht nicht gegen deine Person. Ansonsten finde ich deine Beiträge immer gut. Gruß Rollo :wink:
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Re: Unterwasserdrohnen

Beitragvon hennes2121 » 26.03.2020, 10:37

Moin Rollo,
ist natürlich ein zweischneidiges Schwert mit der Technik beim Angeln und Jagen, muss jeder mit sich selbst abmachen, was da förderlich ist und was nicht.
Ein gutes Beispiel aus dem jagdlichen Bereich ist die Wärmebildtechnik. Ist eigentlich over the Top, aber sie ermöglicht die Ansprache von Schwarzwild nach Geschlecht absolut sicher zu jeder Zeit und unter allen Lichtverhältnissen. Wir reden hier nur über ansprechen, nicht schießen. Klar bleibt in Zweifelsfall der Finger gerade, aber wenn der Wildschaden die Tausende erreicht ist man vielleich eher mal "kompromissbereit", da ist dann eine sichere Ansprache führender Stücke eine große Hilfe. Als Zielhilfe lehne ich sowohl WBG als auch Restlichtverstärker ab. Das Wild hat dann nachts wenigstens 3 Wochen Ruhe im Monat- zumindest vor den Jägern, der Wolf jagt 24/7/365, das merkt man am Verhalten des Wildes mehr als ich für möglich gehalten hätte.
Andererseits verdanke ich der Wärmebildtechnik das beeindruckendste Jagderlebnis im letzten Jahr.
Kurz nachdem ich den Hochsitz erklommen hatte zog wirklich dichter Nebel auf. Ohne das geliehene WBG hätte ich gleich wieder gehen können.
So konnte ich zwei Rotten Sauen mit je einem dicken Keiler auf dem Acker erkennen. Dann zog ein Rudel Rotwild auf den Acker und zwischen den Randbäumen war noch ein Tier zu erkennen, das der Hirsch nicht an das Rudel ließ. Ich dachte erst an ein verwaistes Kalb, aber dann konnte man einen Wolf erkennen, der immer parallel zu dem Rudel am Waldrand entlangzog, der Hirsch immer auf halber Strecke zwischen seinem Rudel und dem Wolf. Der hatte sich offenbar so auf das Rotwild konzentriert, dass er die Keiler nicht bemerkt oder nicht ernst genommen hatte.
Der eine Keiler hat dann den Wolf angegriffen und durch die Luft geschleudert. Der Wolf ist dann geflüchtet und kurz danach hat sich das Rotwild auf dem Acker verteilt und in Ruhe geäst.
Ohne WBG hätte ich nichts gesehen, aber die Sch... dinger sind halt doch auch teuer.

Unterwasserdrohnen fallen sicher in die Kathegorie unnötig, bei oder vor dem Fischen kann man sie denke ich wegen der Scheuchwirkung auch vergessen, denn die Propeller werden schon ziemlichen Lärm machen und durch die Kabelverbindung ist die Reichweite auch begrenzt. Taugt mMn nur zur Vorabinspektion zukünftiger Angelplätze. Und natürlich nur, wenn keine Angler vor Ort sind. Andererseits hat es auch schon oft die Situation gegeben, dass das Riff aus dem letzten Jahr, wo man zwischen den Grundstrukturen gut gefangen hatte, plötzlich nach dem Winter nur noch versandet war, da wäre eine Vorabaufklärung gut gewesen, um mit den hochauflösenden Kameras einen Überblick über die Grundstruktur zu gewinnen, statt sich langsam rauszufischen und festzustellen, dass die guten Stellen einfach nicht mehr da sind und man sinnvoller woanders gefischt hätte. Nicht so ärgerlich, wenn man sowieso viel Zeit am Wasser verbringt, aber bei ein oder zwei Wochen Urlaub schon frustrierend.

Viele Bootsangler würden ohne GPS und Echolot heutzutage auch gar nicht mehrt losfahren, auch das ist weit ab der reinen Lehre.
Bei der rasanten Entwicklung allein im letzten Jahr kann man sich heute aber eh nur die Technik kaufen, die morgen schon von gestern ist.
Deshalb meine Frage, ob jemand die Technik bereits nutzt und damit Erfahrungen hat. Danke dafür, Roel

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