Hegene

Gerade im Sommer macht es die Badesaison es einem nicht leicht seiner Leidenschaft zu fröhnen und daher sind oft andere Reviere und Zielfische angesagt. Gerade für die Binnenländer eine silberlose Zeit, aber auch andere Fische haben ihren Reiz.

Hegene

Beitragvon Dr.Fish » 22.07.2014, 10:53

Hallo liebe Liebenden,
"oft fern des Silbers" trifft es in meinem Fall ganz gut. Ich habe zwar eine sicher recht optimale Work-Life-Balance, trotzdem bin ich in den Sommermonaten meist nur über das Forum mit den Meerforellen verbunden.
In meinem Heimatgewässer (www.frueh-auf-kiel.clubdesk.com) ist in den letzten Jahren eine wirklich gute Angelei, nach Schonzeitende auf Hecht, schon kurz darauf auf Barsch. Da sich in den letzten Jahren zusätzlich ein wirklich sehenswerter Bestand an verschiedenen Formen der großen Maräne etabliert hat, möchte ich in der nächsten Zeit die Angelei auch mit der Hegene zum Ziel bringen. Ein erster Hegene-Versuch am letzten Wochenende hat urplötzlich die Barsche wieder an´s Band gebracht und einige Weißfische beschert.
Ein Anfang ist also gemacht.
Maränen sind reichlichst da, belesen habe ich mich auch im Netz.
Trotzden habe ich zwei Fragen offen:
Habt ihr Erfahrung in (trüberen) SH-Gewässern mit der Hegene?
Gibt es Erfahrungen mit Hegenen oder ähnlich winzigen Imitaten mit der Meerforelle im Salzigen?
Grüße, G.
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Re: Hegene

Beitragvon Der Zuagroaste » 04.08.2014, 16:11

Mit der Hegen auf Renken(Maränen) hab ich reichlich Erfahrung sammeln können, seit es mich in den Süden verschlagen hat. Auf Meerforelle nicht, aber ich kann ein bisschen was von meiner Hegene-Seeforellenerfahrung weitergeben. Wenn man ein Gewässer neu erkundet würde ich immer mit unauffälligen Mustern und eher kleineren Haken anfangen. Für erste Versuche am Maränensee würde ich es mit schwarzem Körper und rotem gebundenen Köpfchen auf 16er Shrimp Haken in Gold probieren. Der 2te Alround Klassiker ist ein Körper aus radiertem Pfauengras und schwarzes gewickeltes Köpfchen ebenfalls auf 16er Goldhaken. Als drittes kommt die Renken Allzweckwaffe mit rotem Körper, Rippung mit dünnem Mylard-Tinsel und schwarzem Köpfchen auf 14er Shrimphaken. Wenn du noch Fragen zum eigentlichen zusammenknoten der Hegene hast sag bescheid, Tipp währe 0,16er Stroft FC1 für Springer und Hauptarm.

Für Seeforellen kann ich nur ein paar spärrliche eigener Märzerfahrungen bieten und ein bisschen was aufgeschnapptes. Ich hab mit 14er Bachflohkrebsen in dunkelgrün und braun an 18er Stroft FC1 dieses Jahr ein paar untermaßige (u60cm) Seeforellen gefangen. Tiefe ungefähr 4m zwischen Schwimmer und Blei und dann vom tiefen Freiwasser an die Kante treiben lassen. Andere Muster, die nach Hörensagen fangen sind z.B Nymphen mit weißen Körpern und darüber eine Wicklung mit radiertem Pfauengras, so dass in den Lücken der weiße Körper durchscheint oder komplett Schwarze in Größe 16. Eine Forelle von über 50cm an der Hegene mit feinsten Haken, dünnen Vorfächern und schwerem Endblei sicher Auszudrillen ist ist nix für Anfänger und klappt bei weitem nicht immer. Eine Forelle von über 70 an der Hegene zu landen würde ich als anglerisches Meisterstück incl. gehöriger Portion Glück bezeichnen. Allerdings ist die Chance träge Winterforellen überhaupt an den Haken zu bringen mit dieser Methode wesentlich höher als mit Blech oder Wobbler.
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