Tipps für die Varde A angefragt

Meerforelle und Lachs halten sich nicht nur im Salzwasser auf. Als Wandersalmoniden sind sie auch in Auen und Flüssen zu finden und auch hier ein begehrenswerter Zielfisch. Über Besonderheiten bei der Süßwasserfischerei auf Meerforelle und Lachs kann hier diskutiert werden.

Re: Tipps für die Varde A angefragt

Beitragvon Truttenklausi » 31.01.2020, 21:24

Hallo Hendrik,
nö – sehe ich nicht als Kritik.
Also ich habe bis dato weder in Havel oder Elbe gefischt und auch nicht in der Spree, sowie anderen Berliner Gewässern. Für nen Berliner schon etwas ungewöhnlich, gell. Mit „Blech“ gefischt habe ich nur im Falkenhagener-/Neuer See in Falkensee (max. Tiefe 2,5m) oder in den Brandenburger Salmoniden-Gewässern Nuthe, Königsgraben, Dahme, Rheinsberger Rhin (alle 0,7 bis 1,5m tief) und auch nur dort, wo ich mit der Fliegenpeitsche nicht wedeln kann. Und genau so verhält es sich in Dänemark, also eigentlich nie tiefer als 2m. Ergänzend möchte ich noch sagen, dass ich auch noch nie vom Boot oder Kutter gefischt habe!
Und nochmals – die von mir angegebenen Tiefen in Zone 2 beziehen sich auf die von mir befischten Strecken. Weiter stromab, so etwa bei Sig bis hin zur Mündung in die Nordsee (hier auch bestimmt 15m breit) gibt es Bereiche die wohl auch 2-2,5m tief sind.
Gruß Klaus
Ein schlechter Angeltag ist besser als ein guter Arbeitstag !
Benutzeravatar
Truttenklausi
...
...
 
Beiträge: 204
Registriert: 05.10.2017, 08:59
Wohnort: Berlin

Re: Tipps für die Varde A angefragt

Beitragvon orkdaling » 01.02.2020, 11:08

Moin Klaus,
und da sagen mir die Berliner das ihre Bæche sauber geworden sind und du gehst nicht hin , haha,
Ich erinnere mich noch an die Dahme /nicht den Umflutkanal bei Mærkisch Buchholz, die alte Finow beim Russenflugplatz sowie Schnelle Havel, aber das liegt nun eine Weile zurueck , also 80-90iger Jahre.
Im Boot sitze ich nur wenn es mich zu den Rotbarschen & Co zieht, aber da ist es ca 200m und die Fusselpeitsche kommt nicht runter, haha.

Zur Tiefe nochmal, ob nun 1,5 oder 2,5 ist eigentlich Wurst, du sollst nur daran denken dass du mal grundnah und auch oberflæchennah fischen musst.
Auch ein Blechfischer geht leer aus wenn er grundnah fischt (oder umgekehrt) und wenn er die Wassertemperatur nicht beachtet.

Mal eine kleine Beschreibung meiner (Haus)Zone.
Die hat zB 2 Sandbænke, eine davon wird schon mal bei Hochwasser ueberspuelt, die andere hat Baumbewuchs.Die beiden Durchlæufe sind unterschiedlich tief und breit und die durchschnittliche Wassermenge liegt bei 35 - 50m3/sek.
Nun kommt es aber vor das im Sommer nur 20m3 runter kommen oder nach Schneeschmelze (Juni) 80m3 und wenn das Fruehjahr schnell warm wird und vielleicht noch irgendwo regnet, na dann sind es schnell mal ueber 100. Alles noch fischbar!
Wenn es ganz hart kommt, wie letztes Jahr zur Erøffnung der Saison, 400m3 und 3 Tage Land unter.
Bei 20 bis 35m3 kannst du an den flachen Ein - und Auslæufen durchwaten, aber in den Durchfluessen bzw den langen Mittelteil sind es dann 2,5m.
Dann kommt es noch zum Rueckstau verursacht von den Gezeiten obwohl die Muendung gut 2,5km entfernt ist. Also schwankt die Tiefe nochmal um 0,5 bis 1m je nach dem wie die Flut ausfællt. Zur Ebbe hin, verschwindet natuerlich das angestaute Wasser und da wo es eben noch gemuetlich dahin floss, da hast du pløtzlich Geschindigkeiten mit Weisswasser, besonders hinter den Durchlæufen.
Nun kannst du dir vorstellen wie wichtig die richtige Leine ist. Der Wasserstand schwankt um einen Meter, die Geschwindigkeit von fast stehend bis zu Wildwasser. Und dann haben die verflixten Lachse auch noch die Unart die Tiefe zu wechseln, ja nach Temperatur und Lichteinfall.
Gluecklicher Weise habe wir gleich noch eine weitere Zone die nur durch die dazwischen liegende ( Hotel Bardshaug) getrennt ist. (800m)
Diese Zone (Trettøya) wird nicht mehr von den Gezeiten beeinflusst, hat am Auslauf ca 1m und am doppelt so breitem Einlauf bei Niedrigwasser nur 50cm. Dazwischen liegt eine Strecke von gut 500m/50m breit die im Durchschnitt 1,5 bis 2,0m hat.
Die besten Stellen sind natuerlich der Ein- und Auslauf aber auch im langen gleichmæssigen Mittelteil wird gefangen.
Aber mit sehr unterschiedlichem Erfolg, vielleicht darum nur von einigen Einheimischen befischt.
Ist die Bruehe noch kalt druecken sich die aufsteigenden Fische grundnah an den Bøschungen entlang. S3 ist die meist gefischte Sinkrate. Ist das Wasser wærmer, klar, nicht all zu hoher Wasserstand, ziehen die Fische in der Mitte des Flusses dicht unter der Oberflæche, zu den Dæmmerungszeiten.
Dann ist keine EH sondern DH 15ft mit F/H/I und langen Vorfach angesagt. Oder halt meine Lieblinge mit 16 ft und Vollschnur mit Kopflængen von 16-18m. Læsst sich besser fuehren mit so einem langen Teil und das ewige einstrippen entfællt (im Vergleich zu kurzen Køpfen mit Running)

Also, beide Flussabschnitte sind nicht viel tiefer bzw flacher als deine Zone 2.
Wie du an den Beispielen siehst, ist die Wahl der Schnur am wichtigsten, dann die Ruten oder Wurfstil. Dann muss man nur noch die Temperatur, Lichteinfall, Aufstiegszeiten und Wanderwege …. beachten.

Ich bin jetzt schon ueber deine Fangmeldungen gespannt !
Gruss Hendrik
Willst du morgen noch lokal handeln musst du heute daran denken !
Benutzeravatar
orkdaling
...
...
 
Beiträge: 2800
Registriert: 22.11.2015, 12:32
Wohnort: Orkanger/Norge

Re: Tipps für die Varde A angefragt

Beitragvon Truttenklausi » 01.02.2020, 15:10

Moin Hendrik,
das mit dem grund-/oberflächennahen Fischen, in Abhängigkeit der vorhandenen Bedingungen vor Ort, ist mir schon bewusst und wurde bereits von mir beim Spinnfischen praktiziert. Allerdings ohne Erfolg mit dem eigentlichen Ziel Lachs/Mefo, gelandet habe ich lediglich 2 x Esox.
In all den Jahren, die ich in der Varde fische, habe ich noch nie jemanden gesehen, der dort im Fluss mit einer 2-Hand wedelnd gefischt hatte. Denke mir auch das dies recht schwierig sein dürfte, da es – bis auf die Rieselstrecke im Oberlauf (Fiskeri forbud) – keinen steinigen/kiesigen Untergrund, sondern eigentlich diesen braunen/lehmigen, rutschigen Boden gibt. Auch in den Videos konnte ich niemanden sehen, der dort im Wasser stand.
Das ich so meine Schwierigkeiten beim händeln mit einer 2-Handrute habe, wurde ja schon erwähnt und so z.B. beim Fario-Tag letzten Oktober in der Havel untermauert. Ich war dort zwar nur als Zuschauer vor Ort, diese „Wurftechnik“ (???) – im Wasser stehend – ist nischt für mich. Und dies dann auch noch vom Ufer aus, auweia.
Nun, bis zum Varde-Urlaub ist noch etwas Zeit, da kann ich ja noch das eine oder andere überdenken. Jetzt freue ich mich erstmal auf meinen Trip nach Als Anfang April.
Gruß Klaus
Ein schlechter Angeltag ist besser als ein guter Arbeitstag !
Benutzeravatar
Truttenklausi
...
...
 
Beiträge: 204
Registriert: 05.10.2017, 08:59
Wohnort: Berlin

Vorherige

Zurück zu Fischen auf MeFo u. Lachs in Auen u. Flüssen.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste