Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Ständig befinden sich ehrenamtliche Helfer im Einsatz und wirken bei Aktionen und Projekten für die Erhaltung von Natur, Tier- und Umwelt mit. Über solche Aktionen & Projekte kann hier berichtet werden.

Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon IdEfIx » 14.04.2016, 19:42

Die Ostsee Miesmuschel und deren Fischerei - trübe Aussichten für die Zukunft ???

Gestern hatte ich ein Gespräch mit einem alten Schulfreund (Nebenerwerbsfischer in der Fl-Innenförde) und Angelkollegen, beide hauptberuflich in der Flensburger Werft tätig. Schnell kamen wir zu Thema Fischerei in der Fl-Innenförde, dabei kam heraus, das der Dorschbestände rapide abgenommen hat und sich das gezielte Fischen kaum noch lohnt, ein besonderes Ärgerns ist der Miesmuschelfischerei wie folgt:

Wer häufig im Flensburger Innenhafen fischt, an Stellen wie Sonvik, Ostseebad, Wassersleben, Kupfermühle oder Kollund ist sicherlich einmal ein dunkelgrüner Fischkutter aufgefallen; hierbei handelt es sich um einen Muschelfischer, niederländischer Herkunft. Dieser beginnt seine Arbeit in den frühen Morgenstunden bis zur Mittagszeit, danach werden die gefangenen Muschel entladen, in die Niederlande transportiert und nach der Mittagsstunde wird bis in die Abendstunden weitergefischt und das passiert täglich, unabhängig vom Wetter das ganze Jahr. Desweiteren gibt es noch einen weiteren Muschelfischer, dänischer Herkunft.; sowie 5 weitere im Ostseeraum in Schleswig-Holstein. Bei dieser Art der Muschelfischerei handelt es sich um die sogenannte Saatfischerei, d.h. das hier Jungmuscheln gefangen werden um sie im Wattenmeer Nordsee, Muschelfarmen oder Aquakultur auszusetzen, die wiederum nach 3 Jahren fangreif zu ernten.

Bei der traditionellen Muschelfischerei fahren Schiffe mit feinmaschigen Dredgen über den Meeresboden und pflügen die Muschelbänke direkt ab, welches einen erheblichen Eingriff in das Ökosystem des Meeresboden darstellt, da dies mehrfach im Jahr passiert, habe die Muscheln keine Chance sich neu anzusiedeln. Auf diese Weise gefischte Muscheln sind nicht bio-zertifizierbar, wobei sie bei nachhaltiger Befischung zumindest das MSC-Siegel erhalten können. Die Hauptfangsaison sind die Monate mit dem "R" in ihrem Namen, wobei die Saatfischerei ganzjährig betrieben wird.

Warum man Saatmuschel in der Ostsee fängt und im Wattmeer großzieht: Das Wachstum der Miesmuschel ist äbhängig von der Nahrungsmenge, Temperatur und dem Salzgehalt. Nordseemiesmuscheln können faßt doppelt so groß wie Ostseemiesmuschen werden, was vermutlich an dem hohen Salzgehalt von ca. 35 psu liegen könnte, alledings liegt der Fleischgehalt bei 32~35%. Im Bereich von Schleswig-Hostein und Dänemark erreicht die Ostseemiesmuschel einen Fleischgehalt von bis zu 58% bei einem durchschnittlichen Salzgehalt der Ostsee von 15~18 psu. Wenn nun die hochwertigeren Ostseemuschel in die Nordsee verpflanzt werden, ist hier mit einem höheren Ertrag und letztendlich einem höheren Profit zu rechnen.

Wie andere Muscheln auch sind auch die Miesmuscheln Filtrierer, die dem Seewasser sowohl Sauerstoff zum Atmen, als auch Nahrungsstoffe entnehmen. Indem sie das tun, leisten die Miesmuscheln einen bedeutenden Beitrag zur Erhaltung des Ökosystems. Jede einzelne Miesmuschel filtert etwa 2 bis 3 Liter Seewasser pro Stunde. Zieht man in Betracht, dass Miesmuscheln während der Ebbe trocken fallen können, ergeben sich Filtrationsleistungen von 10 bis 20 Liter Seewasser pro Tag und Muschel. Man kann davon ausgehen, dass alle bewohnenden Miesmuscheln das gesamte Wasser in ihrem Lebensbereich im Verlauf weniger Tage einmal völlig durchfiltern. Mit Recht werden Miesmuscheln daher auch als die Klärwerke der Nord- und Ostsee bezeichnet.

Miesmuscheln können sich am Meeresgrund kilometerlang teppichartig ausbreiten und sogenannte Miesmuschelbänke bilden, dazu benötigen sie feste Untergründe wie Holz, Hartböden, Steine oder Seegras. Im Frühsommer ab einer Wassertemperatur von 12 Grad C geben die weibl. Tiere 5~12 Mill. Eier ab, die von den Männchen befruchtet werden, jedoch werden 99% der sich im Plankton aufhaltenden Larven von natürlichen Fressfeinden vernichtet; übrig bleiben davon ca. 10.000~12.000 die somit die Art erhalten. Nach der Eiablage folgt die Zeit des Wachsens und Wanderns durch die Meere, bis sie dann, etwa 5cm groß sind und durch ihre Byssusdrüse heraus reißfeste Fäden spinnen, mit denen sie sich betonhart an ihren neuen Wohnort fesseln, 30.000 Stück pro 1 qm darf als eine gute Dichte genannt werden.

Miesmuschel können mit Hilfe von Seegras Riffe bilden, indem sich junge Miesmuscheln an den Halmen festsetzen und im zunehmenen Alter zu Boden sinken, so kann aus einer Seegraswiese ein Riff entstehen, welches Zuflucht und Lebensraum für viele Meeresbewohner wird, aber ein zerstörtes Riff; sowie eine Seegraswiese kann sich nur langsam wieder erholen und Jahre dauern, bis es sich wieder erholt. Seegras ist ein Klimaschützer, es reinigt das Wasser von Schadstoffen und wirkt ähnlich wie die Regenwälder auch der Klimaerwärmung entgegen. Tatsächlich können Seegraswiesen große Mengen des klimaschädlichen Kohlendioxids speichern. Ein Hektar Seegraswiese bindet sogar deutlich größere Mengen Kohlendioxid als ein Hektar amazonischer Regenwald. Die Pflanze nimmt das Treibhausgas aus dem Wasser auf, um Fotosynthese zu betreiben. Infolgedessen sinkt die Kohlendioxid-Konzentration im Wasser, so dass das Meer das Gas aus der Luft aufnimmt.

Das in Form von Kohlenstoffverbindungen von dem Seegras aufgenommene Kohlendioxid bleibt auch nach deren Absterben im Meeresboden fest gebunden. Das geschieht, weil alte Pflanzenteile von Sediment überdeckt werden. Damit der Kohlenstoff der Erdatmosphäre dauerhaft entzogen bleibt, müssen die Seegraswiesen allerdings erhalten bleiben. Sterben die Pflanzen, lockert sich der Meeresboden, und der Kohlenstoff kann in Form von Kohlendioxid wieder in die Luft entweichen

In einem Bericht v. 2009 der Landesregierung ist von einem Rückgang der Miesmuscheln um 79% in 20 Jahren die Rede, lt. eine Prognose des Wattenmeerexperten Hans-Ulrich Rösner des Worldwide Fund for Nature, das die Bestände sogar um 90 Prozent zurückgegangen sind, Aufgrund der Überfischung, des Klimawandels und die Überdüngung der Meere. Doch der WWF beklagt auch, dass auch die Fischerei dieser "Saatmuscheln" inzwischen nicht mehr naturverträglich sei. Seit Jahren wird praktisch jede im ständig wasserbedeckten Teil des Wattenmeer Nationalparks entstehende Muschelbank zur Gewinnung von Saatmuscheln mit schwerem Geschirr befischt und zerstört", darum ist man i.d.l. Jahren auf die Ostsee, sowie irischen und britischen Muschelbänken ausgewichen.

Die Fischereiwirtschaft hatte kürzlich angekündigt, 15 Mill. Euro in den Ausbau ihrer Muschelsaat-Farmen samt den dazugehörigen Ernteschiffen zu investieren. Voraussetzung dafür sei aber die Verlängerung des Landesprogramms und der Lizenzverträge, diese wurden nun in den vergangenen Tagen um weitere 10 Jahre, undzwar bis 2026 verlängert, somit wurde ein langjähriger Rechtsstreit beigelegt, den ihr hier nachlesen könnt: shz.de/regionales/schleswig-ho…ns-erpresst-id311171.html

Ingesamt werden in den EU Ländern jährlich rund 500 000 Tonnen Miesmuschel geerntet, davon werden in Deutschland, Niederlande, Dänemark, England und Irland auch Miesmuscheln gezüchtet, nur 2 000 Tonnen kommen aus der Aquakult, mit der Tendenz steigend. Weitere europäische Muschelerzeuger sind Spanien, Italien und Frankreich, die jedoch überwiegend den einheimischen Markt beliefern. Die Miesmuscheln der Nordseeanrainer werden hauptsächlich im Frischversand abgesetzt. Eine Ausnahme stellen die ca. 55 dänischen Wildmuschelfischer aus dem Limfjord und aus der Ostsee dar. Sie landen ca. 150 000 Tonnen jährlich an, die überwiegend in Muschelkochereien verarbeitet werden. Als große Miesmuschelexporteure haben sich in den letzten Jahren auch Neuseeland und Chile etabliert. Auch diese Muscheln werden ausschließlich in Kochereien zu Salaten oder Tiefkühlkost verarbeitet. In den Niederlanden gibt es derzeit 15 marktführende Muschelhändler. Dabei betreiben 6 Großhändler ca. 70 – 80 % des europäischen Handels mit Frischmuscheln. Als Hauptabnehmer fallen die Benelux-Staaten mit 70 % ins Gewicht, weitere 20 % werden in Frankreich abgesetzt; in Deutschland werden jährlich nur 2 000 bis 3 000 Tonnen Frischmuscheln abgesetzt.

Vor ein paar Jahren beschloss die Flensburger-Segler Vereinigung im östl. Teil des Flensburger Hafens einen Yachthafen Fahrensodde anzulegen, für die beiden Steinbuhnen rechts/links brauchte man jede Menge an großen Steinen, die einfachste und vermutlich billigste Lösung dazu war sie direkt aus dem Flensburger Innen- und Aussenhafgen zu holen, undzwar vom FL-Innenhafen bis Glücksburg-Holnis durch die Steinfischerei (hierzu kratzt man sie einfach vom Grund)
Mit der soge. Steinfischerei half man den Muschelfischern indirekt, da Felsen und große Steinansammlungen nicht nur natürliche Hindernisse darstellten, sondern auch wichtige Rückzug, Unterstell- und Laichplätze vers. Fischarten waren. http://www.seglervereinigung.de/

Resümee: Die Stein-, Schlepp- und die Muschelfischerei ist ein folgenreicher Eingriff in das Ökosystem unserer Ostsee, dessen Auswirkungen wir noch nicht absehen können, wenn natürlicher Gewässergrund zerstört wird, wenn vers. Fischarten keine Laich- und Futterplätze nicht finden, sollen wir uns nicht wundern, wenn unsere künftigen Fangergebnisse eher magerL aussehen werden. Die ersten Auswirkungen dazu haben wir schon zu spüren bekommen, die Dorsch und Heringsbestände haben stark abgenommen, desweiteren erinnere dazu an die beiden Fischsterben in der FL-Innen und Aussen Förde; sowie in einigen Buchten in Dänemark, was durch eine Algenblüte ausgelöste wurde. ohne Muschelbänke, Riffs und Seegraswiesen wird die Förde versanden, vers. Fischarten werden abwandern oder ausbleiben, ein warmer Sommer und ungünstige Winde werden einen Wasseraustausch verhinden, das Wasser wird sich trüben und die nächste Algenblüte und das nächste Fischsterben ist vorprogramiert, kein Lebensraum, kein Futter = keine Fische mehr!

Wer ist Schuld an diesem Dilemma? Der Verbraucher, denn für den Verbraucher sind Muscheln eine Delikatesse, solange die Nachfrage so hoch ist, ist keine Änderung in Sicht.

In diesem Sinne Gruss Rudi :evil:

Quellennachweis:
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/ ... schel.html
http://www.shz.de/regionales/schleswig- ... 11171.html
http://www.tagesspiegel.de/wissen/seegr ... 64984.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliches_Seegras
http://www.geomar.de/fileadmin/content/ ... arbeit.pdf
http://www.fischerleben-schleswig-holst ... echter-ev/
http://www.muschelfischer.de/mufi_markt.htm
http://www.muschelfischer.de/mufi_daten.htm
http://www.muschelfischer.info/aktuelles/
http://www.shz.de/lokales/husumer-nachr ... 62361.html
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Re: Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon hennes2121 » 15.04.2016, 10:42

Moin,
daran sollte man aber auch mal denken bevor man auf dem nächsten Riff wieder über die Muscheln trampelt.
Nur so ein Gedanke :oops
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Re: Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon jens_hh » 15.04.2016, 10:57

Ich glaube das ist eher zuvernachlässigen und im Gegensatz zur industriellen Ernte nicht relevant. Das ist einfach eine Riesen Sauerei. Ich mein ,da liegt alles auf der Hand, alles ist Belegt durch Studien und die Lösung wäre so einfach mit wenigen Reaktionen einen riesigen positiven Effekt zu erzielen. Bis dann wieder das sch... Geld ins Spiel kommt und alles andere ist komplett egal.
Da könnte Mann heulen.
Mann könnte das evtl auch auf Alsen übertragen, wo ich in den letzten Wochen immer wieder dieses dunkel blaue Schiff gesehen habe im Fjordbereich gesehen habe. Wenn der dann nachmittags durch den Sund Richtung Sonderborg fährt ist das so übervoll mit Muscheln beladen, das leichte Wellen ihn zum absaufen bringen würden. Da machen die geringen Fangzahlen der letzten Zeit wieder einen Sinn....
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Re: Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon Reverend Mefo » 15.04.2016, 12:53

Da kommen echt Erinnerungen an die Greenpeace Aktion wieder hoch, als diese vor ein paar Jahren Steine (oder waren es Tetrapoden) auf dem Meeresgrund versenkten, um das "Abgrasen" zu unterbinden. Nicht legal, aber wirkungsvoll. Einfach Schei...e, wie schnell und einfach langfristige Schäden durch ein paar Ignoranten verursacht werden können.
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Re: Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon marioschreiber » 15.04.2016, 13:24

:+x Echt zum :s+1: wenn man das liest !

@ IdEfIx : Dürfte ich deinen Text kopieren und in (m)ein anderes Forum stellen ?

Gut ist das hier aus dem shz-Artikel :
Peter Ewaldsen (Vorsitzende der Errzeugerorganisation schleswig-holsteinischer Muschelzüchter) : "Der Bestand an Muscheln regeneriert sich aber immer wieder, wir machen im Watt nichts kaputt."

Habeck (Umwelt- und Landwirtschaftsminister) verweist darauf, dass der Miesmuschel bestand in den vergangenen Jahren um 90 Prozent zurück gegangen sei.


Passt irgendwie nicht zusammen !
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Re: Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon jjörg » 15.04.2016, 13:34

Und ich dachte das sind Netzfischer :wink:
Das ist ja mindestens genauso beschi....... :zsch:
Wenn wir das gleiche Schiff meinen dann ist der gerade letzte Woche oft zum Muschelfangen
hier gewesen bzw. landet gerade ordentlich Saatmuscheln ein. :wink:
:s+1: kann man da :zsch:

und weiter geht's
JJ
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Re: Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon IdEfIx » 15.04.2016, 16:07

@marioschreiber: Kein Problem ;)

@Alle: Warum ihr z.Z. keine ordentlichen MeFos rund um Alsen fängt, liegt vielleicht daran, das z.Z. riesige Heringsschwärme durch den Alsen-Sund ziehen, also warum sollten sie auf euer Blech, Plastik oder Federn beissen, wenn sie die Heringsfilets direkt vor ihrer Nasen haben, oder?

Das haben mir jedenfalls ein paar dänische Trollingfischer erzählt, die auch z.Z. Nullnummern schieben.

Gruss Rudi ;)
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Re: Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon Hansen fight » 15.04.2016, 17:47

Danke Rudi :+++: für das ausfürliche Interesante,aber leide traurige Posting.
Fliegenfischen macht froh.Fliegenbinden ebenso.
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Re: Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon orkdaling » 15.04.2016, 19:21

Hallo Rudi,
auch von mir Danke !
Ich denke viele Menschen machen sich ueber solche Dinge keinen Kopf.
Da wird Zuchtlachs gespeist Hauptsache billig, Muscheln am liebsten von Aldi und wie sie alle heissen.
Aber wundern warum die Wildlachsbestænde abnehmen oder keine Mefo, kein Dorsch in Strandnæhe zu finden ist.
Zum Schluss sind es die bøsen Angler die zu viel entnehmen.
Was mich wundert ist, das so grosse mitgliederstarke Verbænde wie ihr sie in D. habt nicht mehr in die Øffentlichkeit gehen.
Und bevor wieder jemand schreibt das ich auf hohem Niveau jammre, ja ich esse meine Quote von 4 Lachsen auf, den Rest setze ich zurueck.
Und Muscheln hol ich bei Ebbe, da kann ich sie an Felswænden pfluecken, die sind sauberer.
Bei 4 Lachsen und ein paar Kilo Muscheln hab ich kein schlechtes Gewissen, bei einer zerstørten Muschelbank und dem entstandenen Schaden fuer Jahre, dreht sich mir der Magen um.
Gruss Hendrik
Willst du morgen noch lokal handeln musst du heute daran denken !
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Re: Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon winny » 15.04.2016, 19:36

Moin !
Na ,das Zuchtlax Problem ist in Norwegen . :o :wink:
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Re: Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon Cowie » 15.04.2016, 19:36

orkdaling hat geschrieben:Hallo Rudi,
auch von mir Danke !
Ich denke viele Menschen machen sich ueber solche Dinge keinen Kopf.
............
Bei 4 Lachsen und ein paar Kilo Muscheln hab ich kein schlechtes Gewissen, bei einer zerstørten Muschelbank und dem entstandenen Schaden fuer Jahre, dreht sich mir der Magen um.
Gruss Hendrik


DANKE Hendrik, super Beitrag :l: :+++: :+++: :+++:
Liebe Grüße und T. L.


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Re: Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon Cowie » 15.04.2016, 19:41

winny hat geschrieben:Moin !
Na ,das Zuchtlax Problem ist in Norwegen . :o :wink:


Das stimmt, Winny und ich schätze Dich sehr, weiß aber auch nicht ob man alle Norweger dafür verantwortlich machen kann, dass einer oder max. eine Hand voll von denen durch diese sch..ß Zuchtlachse Milliardäre werden oder schon geworden sind.... :oops :cry: :evil:
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Re: Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon winny » 15.04.2016, 20:12

Moin !
Das ist ja leider das Problem ,das leider da wo die Millionen oder mehr die Macht ist . :evil: Es wird ja schon lange über das Problem in Norwegen berichtet und auch in Norge wird dagegen gearbeitet ,und das ja schon über Jahre .Aber der Commerz und die Lobby hat wohl mehr Macht . Deshalb ist das in Deutschland wohl nicht besser ,mit den Muscheln . :c :wink:
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Re: Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon orkdaling » 15.04.2016, 20:43

Nabend nochmal,
mit dem Zuchtlachs wollte ich nur zeigen das auch hier die Umwelt zerstørt wird genau wie mit der Muschelernte.
Das Zuchtlachsproblem ist aber nicht nur in Norwegen. Dieses Problem haben auch die Argentinier, die Canadier ....
Auch die Doradezucht im Mittelmeer... kønnte hier fortsetzen.
Viele Norweger kaufen keinen Zuchtlachs weil bei ihnen in den letzten Jahren ein Umdenken eingesetzt hat.
Natuerlich wird mit dem Zuchtlachs eine Menge Kohle gemacht, sogar die Strecke FV 714 nach Hitra wird zur Zeit umgebaut, mehrere neue Tunnel und Bruecken damit im Winter die auslændischen Trailer nicht mehr im Bach landen.
Man muss aber auch wissen das die Fahrer aus Osteuropa kommen und in den Farmen vorwiegend polnische Arbeiter zu finden sind. Ueber ihre Løhne will ich gar nicht schreiben, das ist wie mit den Schlachthæusern in D und DK.
Und man muss wissen das der grøsste Lachsmillionær seine Steuern in Malta zahlt.
Jeder Zuchtlachs, jede nicht gepflueckte Muschel, jedes Eisbein fuer 1,99 Eu sorgt fuer vernichtete/verdrængte Arbeitsplætze im Lande und fuer Økoschæden die teilweisen nicht reparabel sind. Das ist in der Ostsee so (Muschelernte, Guelleeintrag) das ist in Norwegen so (Lachslaus) und das ist im Mittelmeer so wo der Boden/Riffe usw. absterben.
Das ist nur ein kleiner Beitrag zu nachdenken den ich Rudis sehr interessanten Beitrag zufuegen wollte.
Mir ist auch nicht bekannt das einer dieser Muschelschubbser oder einer der Lachsmillionære auch nur ein kuenstliches Riff angelegt hat oder einen Laichplatz entschlammt und mit Kies aufgefuellt hat. Diese Kosten bezahlen wir aus Vereinsgeldern.
Gruss Hendrik
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Re: Das Ökosystem Ostsee wird zerstört?

Beitragvon winny » 15.04.2016, 21:05

Moin !
bei diesem Thema tränen einen nur die Augen . :cry: fällt mir noch was ein wo nicht mehr darüber gesprochen wird . Unsere frischen Krabben fahren drei oder 4 Tage nach Afrika um dort gepult zu werden um sie dann hier zu verkaufen . Ist billiger :cry: von Qualität spricht keiner . Ich kaufe schon seit Jahren keine Krabben mehr . Es ist alles nur Commerz ,aber wo will man anfangen und wo hört das auf . Meine Mefos die ich ab und zu fange 8) schmecken uns sehr Gut . Sind ja auch nicht billig könnte ich ja auch Kaviar kaufen . ;) Wäre ja einfacher ,aber ein schönes Hobby mit ab und zu Erfolgserlebnis ist ja auch nicht schlecht . :+++: ;)
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