Thiaminmangel- Katastrophe?!

Natürlich interessieren wir uns nicht nur für die erfolgreiche Fischwaid, sondern auch für jegliche Hintergrundinformationen über unsere silbernen Kameraden. Nur wer sein Gegenüber genau kennt, der kann sich auf ihn einstellen.

Thiaminmangel- Katastrophe?!

Beitragvon JochenG » 10.02.2019, 21:08

Moin,
an der Mörrum ist das ja bereits ein riesiges Problem. Ich habe zudem auch von vielen toten Meerforellen in der Trave gehört. Das Problem scheint weite Teile der Ostsee zu betreffen. Hat jemand weitere Informationen?
https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dk040707.pdf
https://sverigesradio.se/sida/artikel.a ... el=5551932
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Re: Thiaminmangel- Katastrophe?!

Beitragvon Hansen fight » 11.02.2019, 20:46

Danke fürs reinstellen. Tiaminmangel in der Natur,sehr Interessant,aber so wie es wohl aussieht auch wieder ein von Menschen verursachten Problem. Bin mal gespannt was die Forschung so bringt.
Gruß Christoph
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Re: Thiaminmangel- Katastrophe?!

Beitragvon orkdaling » 12.02.2019, 10:44

Moin,
schaut mal unter Thiamin , die Krankheit wird in Skandinavien schon lange untersucht - Tiaminbrist.
https://www.google.no/url?sa=t&rct=j&q= ... knPeGkk3w_
Es gibt viele Untersuchungen dazu, finde im Moment aber nur Pressemitteilungen auf norsk , svensk oder verøffentlichungen der Uni Stockholm.

Schon lange wird Vitamin B Mangel fuer die hohe Sterblichkeit bei Lachsen, Mefo aber auch Wassergefluegel verantwortlich gemacht.
Ist auch sehr seltsam das Massensterben immer da auftreten wo die Gewæsser belastet sind oder eben kein Sauerstoff enthalten ist.

Denke mal das es dazu weitere Untersuchungen geben muss, bisher wurde das Massensterben einzelner Arten mit ørtlichen Ereignissen erklært. Da war eben mal zu warmes Wasser und vielleicht noch Blaualgen usw. Auf die Idee mit Vitamin B kam da zunæchst niemand.
Vielleicht mal durch einen Uebersetzer jagen - https://www.google.no/url?sa=t&rct=j&q= ... GY-pkp9K-c
Gruss Hendrik
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Re: Thiaminmangel- Katastrophe?!

Beitragvon JochenG » 12.02.2019, 16:09

Die Uni Stockholm hat auch die Untersuchungen an der Mörrum durchgeführt. Die Gesichtsbuch-Seite von mörrums kronolaxfiske wird leider aber nur auf schwedisch geführt, so dass der höchst besorgte Angeltourist wie ich im Dunkeln tappt. Klar ist, dass die Fische so geschwächt sind, dass sie die Pilzinfektionen bekommen wenn sie ins Süßwasser ziehen. Die Em und weitere schwedische Ostseeflüsse scheinen auch massiv betroffen zu sein. Mich würde interessieren,ob die Pilzinfektionen auch in den dänischen Auen beobachtet werden, vielleicht hat jemand hier im Forum ja mal was gesehen oder darüber gehört.
Bezüglich des Sauerstoffgehalts des Wassers war es dieses Jahr in der Mörrum übrigens wohl so, dass das Massensterben erst einsetzte, nachdem sich das Wasser nach dem heissen Sommer etwas abgekühlt hatte!? Die Leute vor Ort waren schon guter Dinge bis das große Sterben wieder einsetzte :cry:
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Re: Thiaminmangel- Katastrophe?!

Beitragvon orkdaling » 13.02.2019, 10:16

Moin,
hab noch mal etwas zu Timianbrist /M74 gesucht.
Also fuehrend auf diesem Gebiet scheint mir eindeutig die Uni Stockholm zu sein.

Die letzten Artikel die ich gefunden habe stammen von Okt/2018 und beziehen sich auf Wassergefluegel der Ostsee, Muscheln und Untersuchungen bei Elchen .Vitaminmangel wird dabei als tickende Zeitbombe bezeichnet und es wird nicht nur diese untersuchten Arten betreffen.
Wichtig erscheint mir deshalb darauf zu verweisen das ein Zusammenhang du den (ørtlichen) Bedingungen besteht.
Umweltverschmutzung, Klimaverænderung und wenn dann noch ein strenger Winter oder starker Befischungsdruck folgen, das wars dann fuer viele Lachse.

Na das der Lachszirkus bei Wassertemperaturen ueber 18Grad einzustellen ist zeigen ja viele Forschungsergebnisse, wird auch im Gegensatz zur Mørrum in anderen Regionen praktiziert. Wenn nach einer Hitzeperiode mit wenig Sauerstoff dann mit den ersten Regenfællen noch Schadstoffe zugeleitet werden, na dann drehen sich die restlichen Fische erst dabei auf die Seite.

Gruss Hendrik
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