Auf welcher Distanz kommen die meisten Bisse

Natürlich sind auch Reiseführer, Kartenwerke oder beispielsweise Bücher zur Knotenkunde etc. von Interesse.

Auf welcher Distanz kommen die meisten Bisse

Beitragvon Lemar » 28.03.2018, 11:29

Hallo zusammen,

ich habe mal wieder eine schöne Diskussion mit zweien meiner Spinnfischer Kollegen.
Es ging unter anderem um die Wurfweite. Hierzu habe ich vor kurzem einen älteren Bericht gefunden, dieser Zeigte auf welche Distanz lt. Statistik die meisten Meerforellen gefangen werden.
Wurde prozentual aufgeteilt in 0-10 Meter, 10-20 Meter usw. "meine ich".

Leider finde ich diesen nicht mehr. Hat jemand eine Idee?

Könnte durchaus sein, dass dieser aus Dk kam.
Viele Grüße von der Flensburger Förde
Leif
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Re: Auf welcher Distanz kommen die meisten Bisse

Beitragvon Reverend Mefo » 28.03.2018, 11:51

Hmm ... die Liste kenne ich nicht. Ich habe da ne einfache Faustregel, deren Verifizierung am Wasser aber noch nicht abgeschlossen ist.

Ententeich und Niedrigwasser: janz weit draußen, wenn überhaupt (außer Refos, denen ist selbst das Latex)

In your Face und auflaufendes Wasser: janz weit vorn
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Re: Auf welcher Distanz kommen die meisten Bisse

Beitragvon gobio » 28.03.2018, 12:17

Hi.

Auswertung kenne ich ebenfalls nicht.

Was erwartest Du denn von so einer Auswertung? Möchtest Du dann ggf. nur im "heißen" Bereich Fischen?

Hier meine Vorgehensweise:

So viel Fläche wie mit meinem Köder/Gerät möglich abfischen.

Ich denke wo die Fische beißen hängt viel von äußeren Faktoren ab denn ich hatte schon bisse in 50cm tiefem Wasser wie auch beim Kayakangeln über 9m Wasser. Zudem weiß man selten wie weit der Fisch dem Köder evtl. schon gefolgt ist und durch das kommende Flache Wasser dann halt doch noch schnell zuschnappt. Auf Samsö konnten wir mal ne geschätzte Ü80 beim Rauben auf 80m Entfernung auf einer Sandbank ausmachen. Kollege mit Spiro angeworfen und der biss kam 5m vor Ihm. Bremse falsch eingestellt 2m vor mir gesprungen und sich verabschidet. War schon geil wie die vor mir aus dem Wasser ist (nur nicht für meinen Kollgen ^^). Gut. Könnte auch noch ne andere so große Forelle da gewesen sein. die vor Ihm schwamm und gebissen hat.

Gruß
Mirco
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Re: Auf welcher Distanz kommen die meisten Bisse

Beitragvon Frank Buchholz » 28.03.2018, 12:36

Sehe ich auch so, das hängt von den Umständen und vor allem dem Angler selbst ab. Der Einschlag zieht jeden Fisch in ca. 30m Umkreis schlagartig zum Köder. Wer das berücksichtigt wird sehr viele Fische hier schon haken - auch diejenigen die 30m Landeinwärts standen. Wer dabei jedoch einen Fehlbiss verpennt fängt den Fisch gar nicht. Wer ihn langweilt, wird einen Nachläufer erhalten.

Egal wo man den Nachläufer einsammelt, die beste Chance auf einen Biss kommt im Spülsaum wenn dem Fisch das Wasser ausgeht und er sich entscheiden muss. Das klappt jedoch nur wenn der Angler ihm nicht bis auf Brustwarzentiefe entgegenkommt...

Trübungskante - kleine Forellen beißen im Schmodder wo sie Wirbellose einsammeln, die Besseren Fische eher weit draussen hinter der Kante wo sie Filtrierer jagen.

U.s.w.b.d.A.k....
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Re: Auf welcher Distanz kommen die meisten Bisse

Beitragvon Zandermichi » 28.03.2018, 12:56

Hey, meine Erfahrungen :oops
komme ich an einen Hotspot (City oder Kanal/Becken) :zsch:
erst mal den aller ersten Wurf vor den Füßen machen
(wenn ich auf Zander Angel hab ich dann schon fast den ersten Biss)
also immer lautlos ohne Hektik :wink: den Bereich vor den Füßen abfischen.
Beim Meeres Angeln mache ich es genau so die ersten Würfe von Land aus.
Dann leise ins Meer gehen und meinen Bereich um mich rum abfischen.
Wo die (schön wäre es) bisse kommen kann ich Dir nicht sagen. :o
Gruß Michi
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Re: Auf welcher Distanz kommen die meisten Bisse

Beitragvon SIMPLE SHRIMP » 28.03.2018, 17:22

Frank Buchholz hat geschrieben:... Der Einschlag zieht jeden Fisch in ca. 30m Umkreis schlagartig zum Köder. Wer das berücksichtigt wird sehr viele Fische hier schon haken - auch diejenigen die 30m Landeinwärts standen.

Da steckt wohl Beobachtung und Erfahrung dahinter. Ich bin nicht sicher, ob es 30 m sein können, aber 5-10 m und etwas mehr sind es alle mal. Deshalb beim Fliegenfischen immer schön mit gestrecktem Vorfach ablegen und ruhig mal etwas weiter raus werfen, um die Großen anzulocken, die in größerer Entfernung in tieferem Wasser pa­t­rouil­lie­ren. Dabei muß die Fliege nicht runter zum Fisch, wie oft gedacht wird, Meerforellen, die fünf und mehr Meter zur Fliege schwimmen, würden sich über solche Annahme wohl amüsieren. Ich fische eigentlich nur oberflächennah und erkenne keine Nachteile.

Am Sonntag beim Werfertreffen hatten wir auch eine Diskussion, da ging es um die Schnurwahl für die Küste, weiter Werfen, Wellen schneiden und tiefer Anbieten waren Argumente für sinkende Leinen. Wegen des Windwiderstandes kann man Schnüre mit höherer Dichte etwas weiter werfen, aber Wasser mit einer Intermediate zu schneiden, bleibt Illusion, da muss man schon tief unter die Welle und dann bleibt immer noch die waagerechte Drift, die jede Leine unabhängig von der Dichte mitnimmt, da wird genau so wenig geschnitten wie vertikal. Und grundnahes Anbieten ist für mich eher etwas zum Plattfischangeln.

TL
Klaus

P.S.: Übrigens, ich bin nicht blöde, auch ich beginne, wie die meisten, im Uferbereich mit dem Fischen, aber dann streue ich die Würfe und werfe dabei oft auch soweit ich kann.
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Re: Auf welcher Distanz kommen die meisten Bisse

Beitragvon hennes2121 » 28.03.2018, 20:02

moin,
ich habe insgesamt noch nicht so viele Meerforellen gefangen, dass ich gleich ne eigene Statistik aufmachen könnte, aber gerade im letzten Jahr habe ich mehr Fische ins der ersten Badewanne gefangen als weiter draußen.
Ich habe allerdings wo möglich von der Seeseite Richtung Land die erste Rinne abgefischt.
Da kamen die Bisse häufig unter den ersten Tangbüscheln.
Diese Fische hätte man sicher vergrämt, wenn man von Land aus geworfen hätte.
2 ü50 habe ich gefangen, als ich sie aus Entfernung etwa 1,50 m entfernt vom Ufer rauben sah und dann aus Entfernung parallel zum Ufer geworfen habe.
Also, die meisten Fische 1-20 m vom Ufer entfernt.
Allerdings ist mir auch noch ein Erlebnis in Erinnerung, wo an Stevning Naes kurz vor den blauen Kabeln mir ein Gewaltwurf maximale Wurfweite brachte, ich durchsacken ließ und dann beim Anziehen schon der Hammerbiss kam. Es schraubte sich dann eine Forelle der Extaklasse aus dem Wasser , schüttelte den Kopf und war wieder weg, kennen wir glaube ich alle, diese Situation. Daher fische ich auch nicht nur die erste Rinne ab. :lol:
TL Hennes
Können wir 2020 deinstallieren und noch mal neu laden?
Ich glaube die erste Version hatte ein Virus.
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Re: Auf welcher Distanz kommen die meisten Bisse

Beitragvon Loop-Freak » 28.03.2018, 21:14

Dito Klaus .....100%.....
Enten eller siger man her
P.S.: Übrigens, ich bin nicht blöde, auch ich beginne, wie die meisten, im Uferbereich mit dem Fischen, aber dann streue ich die Würfe und werfe dabei oft auch soweit ich kann.

Gruss Ralf Dk
Vi ses:)
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Re: Auf welcher Distanz kommen die meisten Bisse

Beitragvon orkdaling » 28.03.2018, 21:17

Moin moin,
wieder mal das alte Thema und wiedermal viele verschiedene Meinungen.
Mein Senf dazu, Ort Zeit und Bedingungen entscheiden wo sich die Mefos rum treiben.
Wenn 5 oder 10 m vor der Uferlinie nur blanker Sandgrund ist, dann ist die Chance sehr gering da einen Fisch zu finden.
20m weiter aber eine Stelle mit Tang und Muschelgrund, da kann es ganz anders aussehen.
Meine Grøsste mit 85cm ging auf einen Tanglæufer der parallel zur Kante in etwa 5m Uferabstand serviert wurde.
An dieser Stelle sind die Mefos aber spæter im Jahr weit draussen wenn der Junghering oder Tobis da ist.
Bei knalliger Sonne ist auch kein Fisch in 1m tiefem Wasser, abends aber schon und nicht nur die Kleinen.
Wenn ich einen einmuenden Bach habe wo die Mefos Gammarus absammeln dann kønnte ich sagen, 20m Entfernung.
Warum? Weil auf der anderen Seite die Steine liegen und Tangfelder aber auf meiner Seite ist nur blanker Sand.
Stehe ich aber auf der anderen Seite dann lautet die Antwort 5m Entfernung.
Mit grøsstmøglicher Wurfweite suche ! ich die Gerwæsserflæche ab. Wenn ich aber weiss was sie gerade fressen und wo, dann werfe ich gezielt ! an . Das kønnen eben 5 , 10 oder 20m sein.
Es ist eben nicht so das "weit" gewinnt und man bis zum Bauchnabel im Wasser stehen muss. Weder beim Mefofischen in der Ostsee, am Fjord und auch nicht bei der Flussfischerei.

Uebrigens war ich am Wochenende aktiv. Weder im Brackwasser und auch nicht im Fjord war ein Schwanz zu sehen - oberflæchennah.
Auch keine Dorsche am Grund zu finden die nun eigentlich Krabben sammeln muessten.
Das Wasser hat 4 Grad aber eiskalter Nordwind. Ich hab sie gefunden, Mefo 1, Dorsch 4 und unzæhlige halbwuechsige Køhler.
Alle Fische in einer Tiefe von 3-5m. Da scheinen die Temperatur, Salz und Sauerstoffgehalt zu stimmen und da scheint es genug Kleinfisch zu geben.
Jedenfalls waren alle prall gefuellt mit handlangem Hering.
Die Bisse kamen in allen Entfernungen, hauptsache die Tiefe stimmte.
Und sollte es in den næchsten Tagen etwas wærmer werden, dann ist wieder eine neue Taktik (Entfernung, Tiefe, Køder) erforderlich.

Und darum bleibe ich dabei - Ort, Zeit und Bedingungen entscheiden wo meine Fliege landen muss.
Gruss Hendrik
Willst du morgen noch lokal handeln musst du heute daran denken !
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Re: Auf welcher Distanz kommen die meisten Bisse

Beitragvon Stephen » 28.03.2018, 22:05

und?
die quintessenz?

der fisch kann überall sein! prognosen sind reine spökenkiekerei - deshalb haben die junx von der profi- fraktion auch satellitengestützte elektronik für hunderttausend euro an bord!

wir schmeißen fliege oder blinker halt mal irgendwo in's wasser, hoffen das beste und basteln uns hinterher den theoretischen überbau dazu... ;)

gruß, stephen
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