Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Natürlich sind auch Reiseführer, Kartenwerke oder beispielsweise Bücher zur Knotenkunde etc. von Interesse.

Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon IdEfIx » 07.06.2017, 00:25

​Nach dem Motto, es muß nicht immer MeFo sein, hier mal etwas interessantes, das nicht nur Aal-Fans interessieren könnte.

Glitschige Geschäfte - Die Aalmafia

Mehr als 400 Millionen Euro Umsatz macht die Aalmafia jedes Jahr mit dem illegalen Export von Jungtieren, den sogenannten Glasaalen. Die Margen sind ähnlich hoch wie im Drogen- oder Waffenhandel.​

Seit 2010 ist der Export von jungen Aalen aus der Europäischen Union verboten. Doch der illegale Handel nach Asien blüht. Denn aus einem einzigen Kilo Mini-Aale lässt sich eine Tonne Aalfilet züchten. Die bringt in Asien bis zu 15.000 Euro ein.​

​28 minütige Doku zum Thema Aale - sehenswert: https://www.zdf.de/dokumentation/planet ... a-100.html:+++:
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Re: Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon orkdaling » 07.06.2017, 06:15

Danke !
Aber da frag ich mich auch ob ers einen Unterschied macht wenn ich den Glasaal in der Suppe habe, als Bundaal kaufe (also Jungaal) oder als fetten Blankaal aufesse?
Seit Jahren werden die Glasaale ganz offiziell auf ihren Wanderwegen gefischt und exportiert.
Ganz einfach - Aal bedroht = totales Fangverbot, Kormoran nicht bedroht = jagbar - so wird hier gemacht.
Gruss Hendrik
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Re: Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon Allroundangler » 07.06.2017, 07:04

...genau...und hier: Kormoran nimmt Überhand, Kormoran vermehrt sich explosionsartig, Kormoran zerstört komplette Gewässer und umliegende Flora/Fauna, Kormoran ist ein schützenswerter Vogel, Kormoran wird nicht abgeschossen...willkommen in Deutschland!
Jede Wette: Als nächstes kommt ein Nachtangelverbot, danach wird man uns das Angeln komplett verbieten...und unsere "Lobby" schaut zu...
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Re: Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon Aalexzander » 07.06.2017, 21:47

Tausend Dank!
Erinnere mich gerne daran als Kind in der Weser bei Ebbe unter den Steinen Jungaale gesammelt zu haben.
:l:

Nachdenkliche Grüße

:wink:
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Re: Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon hennes2121 » 13.06.2017, 10:53

Moin,
Allroundangler hat geschrieben:Jede Wette: Als nächstes kommt ein Nachtangelverbot, danach wird man uns das Angeln komplett verbieten...und unsere "Lobby" schaut zu...

Das ist doch in Niedersachsen schon traurige Realität, jedenfalls da, wo die Landkreise die Vorlage des NLWKN umsetzen.
Nur schaut unsere Lobby nicht zu, sondern bemüht sich zum Zeitpunkt meiner Information seit einem halben Jahr um einen Termin bei Minister Wenzel. Zusammen mit den Jägern, weil die Chancen, allein vorgelassen zu werden, noch geringer sind als ohnehin schon. Dafür klebt an fast jeder Tür auf dem entsprechenden Flur ein NaBu-Aufkleber.
Ändern wird sich da nur etwas, wenn die Wahl im nächsten Jahr eine Veränderung bringt.
TL Hennes
Ps. Ist es Euch schon mal aufgefallen, wie sehr sich bei einem Kilo Satzaal trotz des astronomischen Preises das Verhältnis Aal/Wasser verschoben hat?
Hat sicher mit dem Tierschutz zu tun, früher wurden viel zu viele Glasaale in einem Liter Wasser zusammengepfercht :o :p
Wer die ganze Nacht schläft darf sich nicht wundern wenn er dann tagsüber arbeitet
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Re: Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon odmk194 » 15.06.2017, 09:03

Sehr interessant. Gewusst ja, aber nicht in diesen Dimensionen

:evil: :evil: :evil: :evil:
Ob eine Sache gelingt, erfährst Du nicht wenn Du darüber nachdenkst, sondern wenn Du es ausprobierst.
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Re: Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon Matthias » 19.09.2017, 14:04

Hallo,

zum Thema Aal kam gerade eine Nachricht im Newsletter des LSFV SH:

"Aalfischerei

Ende August wurde bekannt, dass die EU-Kommission im Oktober über ein Aalfangverbot für Angler und Fischer in der Ostsee ab 2018 beratschlagen will. Der schleswig-holsteinische Umwelt- und Fischereiminister Dr. Robert Habeck unterstützte mit seinen Aussagen vom 29. August 2017 ein solches Fangverbot und schlug Erweiterungen vor.
Unsere Sicht der Dinge:
Die für die drei schleswig-holsteinischen Flussgebietseinheiten vorgelegten und akzeptierten Aalbewirtschaftungspläne haben zum Ziel, den Aalbestand zu schützen und die Aalfischerei zu erhalten. Nach wie vor gelten dabei Besatzmaßnahmen als entscheidender Faktor zur Stützung des Bestandes. Gerade beim Thema „Aal“ haben Angler und Berufsfischer Schleswig-Holsteins seit Jahren eng mit den zuständigen Referaten im Ministerium und dem LLUR zusammengearbeitet. Von Beginn an wurden die Besatzmaßnahmen wissenschaftlich begleitet. Unter anderem ging es darum herauszufinden, welche Besatzstrategie in welchen Gewässern die geeignetste ist. Dieses Wissen ist nach unserer Auffassung notwendig, um den Aalbesatz nachhaltig und effizient durchführen zu können. Wir besetzen, wo eine spätere Abwanderung der Aale möglich ist, und arbeiten dort sowohl mit Glas- als auch Satzaalen.
Für uns Angler forscht in unseren Binnengewässern seit 2006 der Fischereibiologe Rüdiger Neukamm an dem Thema. An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste übernimmt diese Aufgabe die Universität Hamburg. Der Projektleiter Prof. Dr. Ralf Thiel und sein Mitarbeiter Björn Kuhlmann führen zur Optimierung der Besatzstrategien im Rahmen des Aalmanagementplanes seit 2014 wissenschaftliche Untersuchungen in Küstengewässern durch. Sie betonen, dass diese Arbeiten nur in enger Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Fischerei möglich sind. Bis diese Forschungen abgeschlossen und ausgewertet sind wird es noch bis zum Jahr 2019 dauern.
In vielen Bereichen kooperieren unsere LSFV-Fischereibiologen mit den Experten der Uni Hamburg. Beispielsweise wurde kürzlich die vom LSFV entwickelte Markierung von Farmaalen gemeinsam in einem internationalen Fachmagazin veröffentlicht und sogar auf dem Aal-Kongress in London vorgestellt. Die Aal-Forschung in Schleswig-Holstein stößt international auf Resonanz. Angler und Fischer haben in Schleswig-Holstein eben nicht nur gefischt, sondern auch ihre Hausaufgaben gemacht und im Rahmen der EU-Verordnung Nr. 1100/2007 geforscht und besetzt. Leider haben nicht alle EU-Mitgliedsstaaten gleichermaßen intensiv am Thema Aal gearbeitet.
Man befand sich also bisher in Abstimmung mit den zuständigen Landesbehörden auf einem geplanten und abgesteckten Weg. Erst am Ende dieses Weges wird man belastbare Ergebnisse haben. Wir Angler haben uns dabei bisher als verlässliche Partner gezeigt. Wir haben großen Arbeits- und Finanzaufwand betrieben und uns an die Absprachen gehalten. Auf dem bisherigen Weg wurden auch zahlreiche Mittel aus der Fischereiabgabe und dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds eingesetzt.
Umso erstaunlicher war es für uns zu hören, dass unser Fischereiminister Dr. Robert Habeck, ohne mit uns vorher über die Thematik zu sprechen, das geplante Aalfangverbot der EU-Kommission für die Ostsee befürwortet. Im Nachgang soll es jetzt dazu ein Gespräch mit den betroffenen Verbänden geben - das hätte nur im Vorfeld wirklich Sinn gehabt. Es ist fraglich, inwieweit die EU-Kommission auf die unterschiedlichen Meinungen aus Schleswig-Holstein reagiert. In Brüssel wird entschieden, was an der Ostsee passiert. Um unseren Standpunkt darzulegen haben wir den zuständigen Bundesminister Christian Schmidt angeschrieben, der die deutschen Interessen in Brüssel vertritt.
Für uns stellt sich aber eine weitere entscheidende Frage. Was passiert in unseren Binnengewässern. Hier entscheidet die Landesregierung mittels der Binnenfischereiverordnung. Wohin geht bei uns die Reise? Um hier rechtzeitig verlässliche Aussagen zu bekommen haben wir den CDU-Ministerpräsidenten Daniel Günther und den Umweltminister Dr. Robert Habeck angeschrieben. Wir brauchen Planungssicherheit! Wir stehen zu unseren Verpflichtungen und halten uns an die abgesprochenen Aalbewirtschaftungspläne. Von Fangverboten war dabei bisher nicht die Rede."

Viele Grüße

Matthias
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Re: Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon Fliegenjeck » 19.09.2017, 15:29

@Hennes 2121
:lol: :lol: :lol: Zitat: ...,wenn die Wahl im nächsten Jahr eine Veränderung bringt... :lol: :lol: :lol:
Der ist gut .... :+++:
Frage : Welche Wahl, in den letzten 30 Jahren, hat denn eine Veränderung , nach der Wahl, gebracht ??? :q:
Oma hat immer gesagt : das ist das selbe in Grün,früher habe ich das nie verstanden...
Sei mir nicht böse, aber das halte ich für vollkommen utopisch....
MfG Nobby... :wink:
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Re: Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon Sundvogel » 19.09.2017, 16:31

Das ist doch Blödsinn was du schreibst. In den letzten 30 Jahren hat sich extrem viel verändert.
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Re: Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon orkdaling » 19.09.2017, 19:55

Hallo Matthias,
man liest immer vom Aalfangverbot fuer die Ostssee und das wohl am 9./10. Okt. in Bruessel entschieden werden soll.
Aal Totalverbot fuer gewerbl. und Freizeitfischer, Quoten fuer Hering und Lachs dafuer hoch, so war der letzte Stand.
Ich habe aber noch nie was von Nordsee gelesen wo ja auch eine ganze Reihe Fluesse muenden.
Da triffts die Dænen, Schweden,Deutschen Polen und die Hollænder oder Franzosen freuen sich weil sie weiter fischen duerfen.
Hast du was dazu gehørt? Wenn der Aal bedroht ist , dann doch in ganz Europa.
Gruss Hendrik
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Re: Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon Maqua » 20.09.2017, 07:25

hennes2121 hat geschrieben:Ändern wird sich da nur etwas, wenn die Wahl im nächsten Jahr eine Veränderung bringt.

Wie wir hier im Forum bereits lernen durften, ist Veränderung durch Wahlen bääähhh.
Lieber solltet ihr euch in Niedersachsen auf die Suche nach persönlicher Verantwortung machen! :ironie:

@Matthias, ich weiß gar nicht was da noch alles von grüner Seite kommen soll?
Zunächst mal die ehrenamtliche Arbeit und finanziellen Aufwendungen der Angelvereine ausnutzen um sich mit Projekten zu schmücken und dann, ohne Absprache, totale Fangverbote erlassen.
Manchmal kann es, wie kürzlich hier in NRW, ganz erfrischend sein, wenn diese Partei wieder von der Regierungsbühne verschwindet.

(sorry für das politische Statement, ich weiß, das hat in einem Angelforum nix zu suchen und ich tu es auch nie wieder!) ;)

PS.: Ich halte im übrigen ein Fangverbot für sinnvoll, nicht das da jemand was falsch versteht.
Gruss Manni :wink:





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Re: Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon Fliegenjeck » 20.09.2017, 08:03

@Sundvogel:
Genau: Die Umwelt z.B. Und nur zum Besten... :wink:
MfG Nobby... :grin:
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Re: Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon Matthias » 20.09.2017, 08:05

Hallo Hendrik,

über Fangverbote in der Nordsee habe ich bis jetzt nichts gehört.

@ Manni - Klar, der Aal ist bedroht. Die Frage ist nur, ob so etwas immer gleich in Totalverboten enden muss? Geht es nicht auch mit eng gesetzten Entnahmefenstern oder Bag Limits? Letztendlich trifft ein Fang- bzw. Entnahmeverbot den deutschen Hobbyangler am Schlimmsten, da in diesem Land das Angeln zum Spaß bzw. das Angeln mit dem Vorsatz, dass man sowieso jeden Fisch zurück setzen würde, nicht erlaubt ist.

Viele Grüße

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Re: Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon orkdaling » 20.09.2017, 09:31

moin moin,
danke Matthias.
Das wird doch genau so ein Quatsch wie die Dorschreglung wo die Grenze mitten durch Bornhlom geht und man je nach Standort verschiedene Quoten hat.
Unabhangig ob man dafuer oder dagegen ist, dem Aal ist nicht geholfen wenn er in der Elbe gefangen werden darf aber in der Oder nicht.
Ich stelle mir das auch in den dænischen Auen sehr komisch vor wo ein Fluss nach west und der andere nach ost fliesst.
Und zum Glasaalverkauf nach Fernost schweigen die Bruessler Buerokraten.
Gruss Hendrik
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Re: Illegale Geschäfte mit Glasaalen ...

Beitragvon Maqua » 20.09.2017, 11:06

Natürlich geht das auch mit Fangeinschränkung für die Hobbyangelfischerei, das grösste Problem sehe ich eigentlich auch in der Glasaalfischerei.
Wird aber schwierig das zu unterbinden, wenn es da wirklich so extreme Gewinnmargen gibt.
Gruss Manni :wink:





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