Neue Regelungen zur Fischausfuhr in Norwegen im Gespräch

Habt Ihr ein schönes Medium zum Thema Meeresangeln entdeckt und wollt diese Entdeckung Euren Sportsfreunden nicht vorenthalten - dann berichtet hier darüber!

Neue Regelungen zur Fischausfuhr in Norwegen im Gespräch

Beitragvon OnnY » 20.01.2020, 09:42

Moin...
Man überlegt in Norwegen die Regelung zur Ausfuhr von Seefisch zu überarbeiten...
Ist nur ein Vorschlag und soll bis zum 17.02. entschieden werden..

https://www.blinker.de/angelmethoden/an ... h-aendern/
Gruss Andreas
Benutzeravatar
OnnY
...
...
 
Beiträge: 3099
Registriert: 05.03.2009, 20:16
Wohnort: ...bei Hamburch..:)

Re: Neue Regelungen zur Fischausfuhr in Norwegen im Gespräch

Beitragvon orkdaling » 20.01.2020, 10:49

Moin,
ja man ueberlegt nicht nur, es wird eine Gestzesænderung geben, die jetzige Periode dient dazu alle Beteiligten zu høren .
Welche Vorschlæge sich dann im Gesetz wiederfinden ist also noch offen.
Was im Artikel (Blinker) zu lesen ist, es geht auch um Nachhaltigkeit, nicht nur um den Schmuggel. 285kg sind ja nicht mal die Spitzenreiter.
Nachhaltig ist es ja wohl nicht wenn man Massenfænge macht und nur das Filetstueck raus schneidet und der Rest geht ueber Bord.
Darum der Vorschlag, geschlachtete und gekøpfte Fische als ganzes auszufuehren.
Aber das ist eben nur einer von vielen, was letzendlich im Gesetz steht wird nach der Hørungperiode geklært. Die ist uebrigens nicht an irgendwelche Interessenverbænde , Veranstalter geknueft, nee jeder Verein , jede Privatperson kann Vorschlæge unterbreiten.

Was aber zu kurz kommt in den meisten Pressemitteilungen, die bereits seit Jahren bestehenden Regeln legen die Ausfuhr der "zollfreien" Høchstmengen fest.
Jeder hat das Recht mehr auszufuehren wenn der fællige Ausfuhrzoll gezahlt wird.
Dazu kommt noch das man auch Einfuhrzoll bezahlen muss, daran denkt meist niemand, das gilt fuer Fisch genauso wie fuer Fleich oder Kæse.

Meine persønliche Meinung, die Ausfuhr an einen Urlaub bei einem Touristikunternehmen/Reiseveranstalter oder æhliches zu knuepfen, stellt ja die vielen privaten Urlauber die sich eine Huette mieten oder mit dem Wohnwagen unterwegs sind, unter Generalverdacht.
Die Banditen die zum Fisch-, Krabben-, Hummerdiebstahl einreisen werden da ja nicht erfasst.
Problem ist halt die offenen Grenze im Schengengebiet bzw wie soll man das kontrollieren ohne am Fæhrhafen oder auch auf dem Landweg riesige Staus zu verursachen.

Ach ja, die Lachsfischer sind natuerlich nicht davon betroffen (die halten sich ja an Quoten) und haben bereits durch Erwerb der staatlichen Lizenz fuer das Fischen in anadromen Gewæssern ihr Pflicht getan.
(Spass - es geht bei der Ausfuhr um Seefisch und Meeresgetier)

Gruss Hendrik
Willst du morgen noch lokal handeln musst du heute daran denken !
Benutzeravatar
orkdaling
...
...
 
Beiträge: 2800
Registriert: 22.11.2015, 12:32
Wohnort: Orkanger/Norge

Re: Neue Regelungen zur Fischausfuhr in Norwegen im Gespräch

Beitragvon OnnY » 20.01.2020, 13:36

Uns hat allein die Tatsache ,eine Schwimmweste oder Bootsangelausrüstung im Auto zu haben und die damit verbundene Stigmatisierung als „ eventueller „ Fischschmuggler eingeordnet zur werden ,zu Abkehr vom Bootsangeln in Norwegen bewogen...

Bei den ersten Reisen nach Norwegen war das erste was uns die Norweger zeigten ,die großen neuen Kühltruhen...
Die Häuser waren damals Anfang der 90ziger noch teilweise abgerockt und in desolatem Zustand ,aber die Kühltechnik meist nagelneu...
Unser Vermieter wies uns auch damals mehrmals darauf hin ,daß wenn unsere Kühltaschen nicht ausreichen würden ,er uns Styropor Kisten besorgen könnte.
Wir hatten zwar von diesem Angebot nie Gebrauch gemacht ,aber es zeigt doch in welche Richtung die Argumente damals gingen...
Der Trend vom normalen Filetiertisch ging dann recht schnell zum gefliesten ,beheiztem Schlachthaus um auch jeden fischenden Touristen zufrieden zu stellen...

Es werden jetzt dann immer mantramäßig diese 200-300 Kilo Szenarien ,die zweifelsfrei durch bewuste kriminelle Energien verursacht worden vorgehalten...
Aber das Rausschneiden von Filet ist ja nun mal ein ganz normaler Vorgang ,mit dem Ergebnis von Restabfall...
Auf den großen Fangschiffen wird ja mit Sicherheit auch filetiert und der Abfall entsorgt und das in ganz anderen Dimensionen...
Klar sind viele Bestände in Nord und Ostsee bedroht ,aber nicht nur durch angelnde Touris....
Wir hatten uns die ganzen 25 Jahre immer an die Bestimmungen gehalten und immer nur soviel mitgenommen wie erlaubt.
Auch oft schon früher das Fischen eingestellt und die letzten Tage im Urlaub andere Aktivitäten unternommen...
Aber diese ganzen Regulierungen in Verbindung mit diesem allgegenwärtigen „Generalverdacht“ ,schmälert die Urlaubsfreude schon etwas..
Wir werden in Zukunft Norwegen etwas anders mit der Kamera und leichtem Getackle Fly & Spinn bereisen...
Vielleicht in unserem Alter auch nicht die schlechteste und auch nicht so gefährliche Aktivität... :roll:

P.s „ offene Grenze Schengengebiet „:....Die eingeschränkten oder nicht vollzogenen Grenzkontrollen im Schengenraum nach Skandinavien ,
sehen aber die ganzen Kunden aus Dk/ S / N ,die sich beim Fleegard auf Fehmarn die Autos und Anhänger bis zum Eichstrich mit Alk voll laden ,nicht all zu negativ... :grin:
Gruss Andreas
Benutzeravatar
OnnY
...
...
 
Beiträge: 3099
Registriert: 05.03.2009, 20:16
Wohnort: ...bei Hamburch..:)

Re: Neue Regelungen zur Fischausfuhr in Norwegen im Gespräch

Beitragvon orkdaling » 20.01.2020, 15:10

Moin Andreas,
ja auch das soll es geben das der Vermieter (ob nun privat oder ueber einen zB deutschen Partner/Reisebuero) nagelneue Schlachthæuser hat.
Warum nicht? Wenn 20kg zollfrei sind aber die anderen 20kg verzollt werden gibt es ja keine Probleme. Jede Rechnung mit Mwst ueber erworbene Fischwaren wird ja auch anerkannt.
Probleme sieht man auf dem Bild in Artikel. Und (Schengen) damit solch einer nicht erwischt wird haben diese Leute nun sehr oft den Weg ueber Schweden genommen, damit waren sie schnell in der EU.
Das ging nur solange gut bis das der norw. und schwedische Zoll zugeschlagen hat. Ich kann ja auch nicht unbegrenzt Waren wie Fisch, Fleisch, Kæse, Schokolade ueber die Grenze fahren. Egal in welche Richtung. Bierpreise wurden zum 1.1. in Schweden gesenkt aber die Steuer auf hochwertigen Schnaps in Norge. Somit kauft der Norweger Bier und Wein in Schweden und der Schwede holt sich seinen 25 Jahre gelagerten in Norge.
So sind nun mal die Regeln die zu befolgen sind. Kontrolle habe ich mindestens 10 Jahre nicht gesehen (E14 Meråker-Storlin) Aber an der Grenze nach Norge (E6 Swinesund) kommt das schon mal vor. Warum? Die Schweden haben ein riesengrosses Center gleich hinter der Grenze und bei mind 40% niedrigeren Preisen findest du da fast nur Autos aus Norge.
Ich kaufe da geræucherte Harr (Æsche), ein Fisch den der Norweger nicht isst und den es hier nicht im Laden gibt.
Ein- und Ausfuhrbestimmungen gibt es ueberall, so wie es Zollfreigrenzen und eben zu verzollende Mengen gibt. Wo ist also das Problem?

Das einzige Problem ist die massenweise Ausfuhr aus Norge und illegale Einfuhr von Seefisch in die EU und das soll nun besser kontrolliert werden.
Oder anders gesagt, ein deutscher (Berufs)Fischer der hier nach Quoten fangen darf unterliegt der Gesetzgebung, zahlt fleissig, aber der Schwarzangler verdient sich eine goldene Nase. Nicht nur mit Fischfilet, nee auch mit Hummer und Krabben.

Mich størt es auch das Leute unter Generalvedacht geraten, oder anders gesagt, auch ein Gast der ueber Reisebuero kommt kønnte ja schmuggeln.
Von mir aus kønnte jeder seinen Fang entsprechend der Regeln ausfuehren, nur die Strafen fuer Schmuggler sollten høher sein.
Und mal ehrlich, wenn jemand eine Tonne Filet ausfuehrt, die will er mit der Angel gefangen haben ? ( Nur das ist erlaubt -Netzfischerei, Krabben- Hummerkørbe dagegen nicht)
Uebrigens wird in Schweden auch diskutiert, da wo der Krebs und Zanderdiebstahl blueht, da redet man vom Einzug der benutzten Geræte bis hin zum Tatfahrzeug und statt Geldstrafe fuer Fischdiebstahl soll es auch Haftstrafen wegen Hehlerei geben.

Nun warten wir mal die Lesung der Novelle ab, dann werden die Vorschlæge/Einwænde eingearbeitet und dann gibt es ein neues Gesetz.
Uebrigens nicht nur zum Schutz der Fischbestænde sondern auch zum Schutz derer die hier ehrlich ihrer Arbeit nachgehen und Steuern fuer ihre Fangquote zahlen.

Gruss Hendrik
Willst du morgen noch lokal handeln musst du heute daran denken !
Benutzeravatar
orkdaling
...
...
 
Beiträge: 2800
Registriert: 22.11.2015, 12:32
Wohnort: Orkanger/Norge


Zurück zu ... über Meeresangeln allgemein.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast