Synthetische Bindematerialien

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Synthetische Bindematerialien

Künstliche Materialien zum Fliegenbinden

Synthetische Bindematerialien gibt es inzwischen in Hülle und Fülle auf dem Markt.

Künstliches Material bietet uns eine schier unerschöpfliche Vielfalt und Auswahl, es erweitert unsere Möglichkeiten beim Fliegenbinden und gibt uns neuen Platz für Kreativität und Phantasien.

Zudem besitzen viele Kunstmaterialien die wunderbare Eigenschaft, kein Wasser aufzunehmen und bieten sich daher prima für große Fliegen an, die somit nicht zu schwer werden.

An dieser Stelle wollen wir versuchen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, eine kleine Übersicht zu schaffen, was gibt es Alles, wofür ist das gut und was macht man damit.

Egg Yarn ist ein vielfädriges und sehr weiches Kunstmaterial, welches in großen Portionen und in sehr kräftigen Farbtönen (nass noch kräftiger) angeboten wird. Ursprünglich gedacht als Material für Fliegen, welche Fischeier imitieren sollen (wie z.B. die Klassiker Egg Fly, Double Egg Sperm Fly oder die Babine Special), lässt sich damit aber noch mehr anfangen.

Egg Yarn 640 - 480.jpg

Die Stränge lassen sich prima der Länge nach teilen und nach einer vierfachen Teilung sehr schön als Körpermaterial einsetzen. So zum Beispiel als stark auffällige Fliege für die kalte Jahreszeit an der Küste oder auch als kontrastreiche Beifängerfliege.

Angel Hair ist ein weiches Kunstmaterial mit sehr feinen und dünnen Einzelstreifen, welches je nach Farbe einen eher dezenten, aber gut erkennbaren Glanz in die Fliege bringt. Der metallene Glanz reflektiert das Licht sehr stark und daher sollte Angel Hair eher sparsam verwendet werden. Erhältlich ist Angel Hair in einem breiten Farbspektrum.

Angel Hair 640 - 480.jpg

Verwendung findet dieses Material hauptsächlich in Schwingen, wo es in geringer Beimischung für eine gute Lichtbrechung und Silhuettenbildung der Fliege sorgt. Es sorgt aber auch in kleiner Menge für eine schöne Optik zum Beispiel als Fühler bei Garnelenfliegen, weiterhin eignet sich Angel Hair für die Verarbeitung mit der Dubbingschlaufe, um z.B. ein komplettes Fischchen daraus zu binden, welches dann sehr auffällig daherkommt.

Kinky Fibre ist ein steiferes Kunstmaterial mit etwa 28-30 cm Länge und ziemlich dünnen Einzelstreifen, erhältlich in einer großen Farbvielfalt. Das Material wirkt auf den ersten Blick matt, weist jedoch auf ganzer Länge eine gute Lichtbrechung auf.

Kinky Fibre 640 - 480.jpg

Verwendung findet dieses Material für Fliegen, bei denen es nicht so sehr auf das Spiel ankommt, also das Eigenleben der Fliege. Das Kinky Fibre bildet eine kompakte Silhuette aus und imitiert Fischchen sehr gut. Zudem tailt es aufgrund der Steifheit selten ein und empfiehlt sich daher gut auch für sehr große Fliegen, da es auch keinerlei Wasser speichert. Optimal verträglich mit Färbestiften und allen möglichen Klebestoffen.

Lateral Scale ist ein steiferes Kunstmaterial mit etwa 25 cm Länge und etwa 2 mm dicken Einzelstreifen, welche wie „gehämmert“ erscheinen. Der Glanz durch diesen „Hammerschlag“ reflektiert das Licht sehr stark und daher sollte Lateral Scale eher sparsam verwendet werden.

Lateral Scale 640 - 480.jpg

Verwendung findet dieses Material hauptsächlich als Streifen entlang einer Fliege, sozusagen zur Betonung der Silhuette. Man kann binderisch mit einem Streifen Lateral Scale links und rechtsseitig der Fliege so die Größe des Köders hervorheben. Sehr schön für größere Salzwassermuster.

Lazer Flash ist ein weiches Kunstmaterial mit etwa 25 cm Länge und recht schmalen Einzelstreifen, welches richtig Glanz in die Fliege bringt. Der metallene Glanz reflektiert das Licht sehr stark und daher sollte Lazer Flash eher sparsam verwendet werden. In anderen Fliegenmustern, wie zum Beispiel dem Pike Flash von Bernd Ziesche, ist aber genau dieser „Hochglanz“ erwünscht.

Lazer Flash 640 - 480.jpg

Verwendung findet dieses Material hauptsächlich in Schwingen, aber auch rein aus Lazer Flash gebundene Streamer in den Farben Silber, Kupfer und Pearl fangen zur rechten Zeit ihre Meerforellen.

Pike Flash ist ein ebenso weiches Kunstmaterial mit etwa 30 cm Länge und recht schmalen Einzelstreifen, welches richtig Glanz in die Fliege bringt. Der metallene Glanz reflektiert das Licht sehr stark und daher sollte Pike Flash eher sparsam verwendet werden. In anderen Fliegenmustern, wie zum Beispiel dem Pike Flash von Bernd Ziesche, ist aber genau dieser „Hochglanz“ erwünscht.

Pike Flash 640 - 480.jpg

Verwendung findet dieses Material hauptsächlich in Schwingen, aber auch rein aus Lazer Flash gebundene Streamer fangen zur rechten Zeit ihre Fische.

Flashabou ist ein weiches Kunstmaterial mit etwa 30 cm Länge und je nach Art unterschiedlich kräftigen Einzelstreifen, welches ebenfalls richtig Glanz in die Fliege bringt. Wohl das Material für viele erfolgreiche Salzwassermuster weltweit.

Flashabou.jpg

Verwendung findet dieses Material hauptsächlich als Zugabe in Schwingen, hat sich aber auch deutlich für rein aus Flashabou gebundene Streamer bewiesen.

Flashabou Glow in the Dark ist von den Eigenschaften her identisch mit dem Flashabou, eventuell je nach Art geringfügig steifer, doch es leuchtet. Das heißt, es ist leuchtfähig, sofern es einer Lichtquelle ausgesetzt wird. Durch Anstrahlen in der Nacht mit unserer Lampe aktivieren wir es und selbst das Mondlicht kann manchmal ausreichen, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Flashabou Glow in the Dark.jpg

Verwendung wie Flashabou, insbesondere natürlich für Nachtfliegen.

Fluo Twist ist ein Kunstmaterial mit etwa 20 cm Länge mit dünnen beweglichen Einzelstreifen.

Fluo Twist.jpg

Verwendung findet Fluo Twist als Schwinge, als Körpermaterial oder auch als Beißpunkt am Heck einer Tubenfliege.

Krystal Flash ist vermutlich das bekannteste Flash-Material, auch ein sehr weiches Kunstmaterial mit etwa 30 cm Länge, auf halber Länge zusammen gefasst, mit dünnen beweglichen Einzelstreifen und augenscheinlich einzelnen regelmäßigen Glanzpunkten.

Krystal Flash.jpg

Verwendung findet dieses Material hauptsächlich als Zugabe in Schwingen, eignet sich aber auch ganz hervorragend für die Fühler von Garnelenfliegen. Sollte in keiner Bindeausstattung fehlen.

MFD Flash ist ein weiches Kunstmaterial mit etwa 30 cm Länge, auf halber Länge zusammen gefasst und recht schmalen Einzelstreifen, welches ebenfalls richtig Glanz in die Fliege bringt.

MFD Flash.jpg

Verwendung findet dieses Material hauptsächlich als Zugabe in Schwingen, eignet sich aber auch prima für rein aus MFD Flash gebundene Streamer.

Polar Chenille ist wohl das binderfreundlichste synthetisches Material, es besteht aus einem Strang, meist um einen Meter lang und gut haltenden einzelnen und sehr dünnen Fibern.

Polar Chenille.jpg

Verwendung findet dieses Material hauptsächlich für Garnelen und diese rein aus Polar Chenille gebundenen Garnelenmuster zählen wohl inzwischen zu den einfachsten und erfolgreichsten synthetischen Fliegenmustern. Der Körper wird schlicht mit dem Polar Chenille umwickelt, Augen dazu, etwas Gewicht drunter, fertig.

Krystal Hackle besteht wie Polar Chenille aus einem Strang, auch meist um einen Meter lang und gut haltenden einzelnen und sehr dünnen Fibern. Die feinen Fibern sind jedoch geringfügig steifer als die der Polar Chenille und oft etwas kürzer.

Krystal Hackle.jpg

Verwendet wird dieses Material wie Polar Chenille, da es sich aber nicht so stark anlegt wie Polar Chenille, benutze ich es auch gerne in der Dubbingschlaufe als „Hechelkranz“ in einer Polar Magnus.

UV Flash ist ein dünnes und feines Kunstmaterial, welches bezeichnenderweise eine UV-Aktivität innehat.

 

Dies bedeutet, es kann möglicherweise UV Licht aktivieren, von dem es heißt, dass diese UV Farben von einem Fisch wahrgenommen werden können. Dies zu vertiefen, wäre eine wissenschaftliche Abhandlung und es ist bisher nicht wirklich bewiesen, ob der Einsatz dieses Material Sinn macht.

In der Praxis erscheint uns die Farbe dieses Materials bläulich und sie wird von den Meerforellen, besonders in der Nacht, wohl tatsächlich wahrgenommen. In welcher Farbe oder wie überhaupt eine Meerforelle dieses Material wahrnimmt, obliegt unserer Phantasie, denn wir können es nicht erkennen, während die Meerforelle über eine zusätzliche Wahrnehmung in ihren Augen verfügt, welche wir nicht besitzen.

Womöglich sieht die Forelle alle Farben eines Regenbogens, wie wir ihn kennen, aber auch in dunkelster Nacht und dazu noch mit viel mehr Farben? So stelle ich mir das jedenfalls manchmal vor und denke, mit einem so breiten Farbspektrum schon die richtige Farbe in der Fliege zu haben. :-)

Dieses UV Flash gibt es in unterschiedlichen Beschaffenheiten, mal sehr glatt, mal eher etwas kräuselig und mal sind es schmale Streifen und ein anderes Mal dünne Fiberstränge.

Im unteren Bild mal zwei verschiedene Beschaffenheiten.

UV Flash.jpg

Verwendung findet dieses Material hauptsächlich in Schwingen, wo es in geringer Beimischung für eine gute Lichtbrechung und Silhuettenbildung der Fliege sorgt. Insbesondere bei Nachtfliegen ist dieses Material mal einen Versuch wert und ich mische die kleingeschnittenen UV-Fibern inzwischen sogar in Epoxy, um damit die Augen einer Garnelenfliege noch attraktiver zu gestalten.

Das leicht kräuselige Material auf dem obigen Foto lässt sich zudem sehr gut mit einer Schere weiter kräuseln, wie bei einem Geschenkband und kann danach beispielsweise als Beimischung in der Schwinge einer Juletrae-Fliege verarbeitet werden.

Möchte man sich auf ein UV-Material festlegen, so empfiehlt sich das Super UV Flash, es eignet sich eigentlich für jede Art der Benutzung.

Super UV Flash.jpg

Synthetische Körpermaterialien für Fliegen

Begeben wir uns nun in eine vielfältige Welt der künstlichen Materialien für die Körperkleider unserer Fliegen. Es geht darum, unserer Fliege eine Körperform und –Farbe zu verleihen, was letztlich über die Größe und Attraktivität des vermeintlichen Happens mit entscheidet.

Unterteilen möchte ich in die drei wichtigsten Dinge zum Körperbau, an denen kein Fliegenbinder vorbei kommt und unzählige Gestaltungsmöglichkeiten erhält. Diese drei hauptsächlichen Materialien für den Körperbau aus Kunstmaterial sind Chenille, Mylar und Dubbings aus künstlichen Dingen. Darüber hinaus gibt es weitere Dinge, die man jedoch als Meerforellenfischer am Bindetisch nicht unbedingt benötigt.

Beginnen wir mit einem recht neuen Material, welches nicht so recht in eine dieser drei Gruppen passt, da es in mehrfacher Art benutzt werden kann.

Pearl Core Braid ist ein geflochtener Schlauch mit einem innenliegenden Faden, welcher den zarten Schlauchmantel stützt und schützt. Pearl Core Braid ist ein glänzendes Material mit vielen einzelnen Glanzpunkten und in einigen für die Küste sehr schönen Farbtönen erhältlich.

Pearl Core Braid 1.jpg

Verwendet wird es einmal schlichtweg im Ganzen, indem man es am Hakenende einbindet und um den Körper wickelt, was einen kräftigen Körper ergibt, oder man entfernt vorsichtig den innen liegenden Faden und stülpt nur den äußeren Schlauch über den Haken.

Pearl Core Braid 2.jpg

Die Fadenwicklung auf dem Haken, also später unter dem Schlauch, sollte neutral sein (Mono Bindefaden) oder der Farbe des Pearl Core Braid angepasst sein, da die Fadenfarbe durch den Schlauch durchscheint.

Chenille bezeichnet einen Obergriff für künstlich hergestellte Stränge, welche durch Verflechtung oder Verzwirbelung feine Kunstfasern festhalten.

Ein Teppich fürs Wohnzimmer besteht oft eigentlich nur aus Chenille, so Abteilung Jugendzimmer und solche Stränge gibt es sogar oft zu kaufen. Teppichreste für Fliegenkörper? Aber ja, warum denn nicht, da gibt es eine unglaubliche Farbenvielfalt und auch preislich ist so was sehr interessant.

Die Beschaffenheiten von Chenille sind sehr unterschiedlich, es gibt glitzernde Chenillstränge, matte, auch leuchtend eingefärbte und auch solche mit einem metallischen Glanz. Sie alle sind interessant für uns, denn kaum ein anderes Material ist derart einfach als Körper für eine Fliege zu gebrauchen.

Neben den Unterschieden in der Materialbeschaffenheit gibt es dazu mehrere Durchmesser, also Dicken des Chenilles. Unterteilt auf der Verpackung in Millimetern oder in die Größen S, M und L, manchmal sogar XL, können wir den Durchmesser unseres Chenilles wählen und beeinflussen damit, wie dick der Fliegenkörper wird.

Hier mal eine kleine Übersicht über verschiedene Dinge, welche die Bezeichnung Chenille im Handel tragen:

Chenille bersicht.jpg

Die Verarbeitung von Chenille ist simpel, bei einer Fliege wird ein Schwänzchen eingebunden, danach das Chenille am Hakenende. Eventuell noch eine Hechel für den Körper, wie eine Magnus und schon wickelt man das Chenille einfach um den Haken bis zum Köpfchen.

Die Fasern von Chenille sind oft nur locker in dem verdrallten Faden befestigt, daher empfiehlt es sich, unter dem Chenille Lack oder einen transparenten Kleber zu benutzen. Dieser sichert die kleinen Fasern des Chenille, da es sonst schnell mal ausfranst, zuviel Kleber verklebt jedoch die Fasern und schadet der Optik.

Mit dünnem Chenille bringen wir den Körper und die Farbe in die Fliege, mit dickem buschigem Chenille schaffen wir zudem noch einen kräftigen Körper, der unter Wasser für Druck sorgen kann. Chenille mit einem großen Durchmesser eignet sich daher auch gut für Nacht- und Reizfliegen.

Hier mal ein sehr dünnes feinfasriges Chenille in 2 mm:

Ultra Chenille 2mm 1.jpg

Ein weiterer großer Anwendungsbereich von Chenille sind Wurmfliegen, das Chenille wird geflochten oder verdrallt und ergibt somit einen schön länglichen und gut spielenden Wurmkörper. Kräftiges Chenille saugt aber auch viel Wasser und macht eine Fliege schwer, hier gilt es oft, einen guten Mittelweg zu finden.

Und noch ein Wort zu den Farben von Chenille, hier ein Beispiel für die Farbe „Pearl“ in diversen Stärken, man sieht, Pearl ist nicht gleich Pearl.

Chenille Pearl Vergleich.jpg

Eigentlich nicht tragisch, doch wenn man versucht, zum Beispiel das sehr kräuselige Chenille mit einer Körperhechel zu versehen, stellt man fest, das sehr viele der kleinen Chenillefasern unter die Hechel geraten und so der Bindeaufwand größer wird und der Körper nicht mehr gleichmäßig erscheint. Es ist nämlich eine der herausragenden Eigenschaften von Chenille, dass sich damit absolut einheitliche Fliegenkörper herstellen lassen.

Und hier noch ein paar Beispiele aus meiner Küstenbox:

Chenille Fliegen.jpg

Mylar ist ein geflochtener Schlauch mit einem Innenleben.

In der Regel entfernt man das Innenleben und benutzt nur den Schlauch, das Innenleben hat lediglich den Sinn, den feinen Schlauch zu schützen und seine Form in der Verpackung zu bewahren.

 

02 Mylar und Innenleben.jpg

Wir finden Mylar in vielen Größen und noch mehr Farben im Handel, hier nur eine winzige Auswahl:

01 bersicht Mylar.jpg

Brauchbar für das Fliegenbinden sind sie fast alle, doch sie haben viele verschiedene Eigenschaften.

Für die wohl bekannteste Fliege mit Mylar, die Juletrae, welche einst in Dänemark erfunden wurde, benutzt man Mylar in der Farbe Pearl oder das spezielle Mirage Cord Opal.

Mylar besteht aus verwebten Materialien, oft gestützt durch monofile Fäden und das Material kann unterschiedlich steif sein.

Optimal für eine Fliege wie die Juletrae, wo man die Schwinge aus Mylar ausfranst und sie möglichst weich und spielend haben möchte, bleibt ein pearlfarbener Mylarschlauch.

Steht man nun im Geschäft und erblickt auch orangene und grüne Mylargewebe, so ist die Versuchung groß, selbige Fliege auch mal anders farbig zu gestalten. Aber Vorsicht, von ein und demselben Hersteller kann die Materialsteifheit von Farbe zu Farbe variieren! Einmal anfassen sollte möglich sein.

Grundsätzlich hat sich oft gezeigt, dass die pearlfarbenen Schläuche am Weichesten sind, Silbermylar ist oft schon deutlich steifer und goldfarbener Mylar oft reichlich stramm beschaffen.

Man sollte unterscheiden in Mylar und Tubing, es besteht eine sehr ähnliche Optik, aber ein gravierender Unterschied für den Binder.

Zu Beginn des Bereiches Mylar sah man das Foto eines pearlfarbenen Schlauches mit seinen dünnen Fäden, hier einmal zum Vergleich ein silbernes Mylar und ein Stück Tubing:

05 Detail Silber-Mylar.jpg
03 Detail EZ-Tubing.jpg

Steifere Schläuche eignen sich jedoch prima für die Körper von Fliegen, insbesondere von Tubenfliegen. Das Material des Tubing ist kräftig und wiederstandsfähig, während es beim feineren Mylar oft nach ein zwei Fischkontakten unschöne Fransen gibt, das Mylar fädelt auf.

EZ-Body Tubing oder Flexo Tubing sind solche Materialien, die deutlich haltbarer sind.

04 EZ Body-Tubing.jpg

Mit festerem Schlauchmaterial kann man sehr schön Köpfchen von Fliegen gestalten, kleine Fische oder größere Häppchen wie eine Sandaalfliege bieten sich hier besonders an.

Fast alle Mylar- und Schlauchmaterialien lassen sich „stauchen, das heißt, man kann sie vom Durchmesser her verändern. Manche sehr weit, andere nur wenig. Es ist möglich, mit einem gestauchten Mylar die hochrückige Form eines kleinen Fischchens darzustellen.

Zudem lässt sich Mylar auch gut einfärben, doch ein wichtiger Grundsatz sollte beim Binden mit Mylar immer bedacht werden: Mylar verändert seine Farbe, abhängig von der Farbe des Bindefadens unter dem Mylar (die Fadenfarbe scheint insbesonders beim pearlfarbenen Mylar durch) oder auch dem Färbestift (zu flüssige Farben rinnen an der Mylarverflechtung unkontrollierbar entlang). Immer erst probieren, wie sich die Komponenten verhalten.

Möchte man Mylar lackieren, um es haltbarer zu machen, sollte der Bereich unter dem Mylar gut gefüllt sein, da später eingeschlossene Luft unter dem Mylar für einen Auftrieb der Fliege sorgen kann.

Und keine Angst vor dem Glittern des Mylars, es scheint den Fischen an vielen Tagen zu gefallen.

Fisch.jpg

...Fortsetzung folgt...

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